Mittlerweile scheinen „Global Asylum“ mindestens einen Katastrophenfilm pro Monat zu veröffentlichen, was eigentlich automatisch geringeres Budget und schlechtere Effekte zufolge hat. Mit geschätzten 200.000 Dollar kann man in dem Genre wahrlich nicht viel auf die Beine stellen und so versucht man, etwaige Schwachstellen durch ein enorm hohes Erzähltempo zu kompensieren.
Beim Durchbruch auf einer Ölplattform gelangt man in die Erdkruste, woraufhin Lava freigesetzt wird. Als Folge rast ein riesiger und unkontrollierbarer Zyklon auf die Küste Kaliforniens zu. Das meteorologische Team um Jenna (Ming-Na) steht mächtig unter Zeitdruck…
Tatsächlich legt die Erzählung ein mächtig hohes Tempo vor und lässt bereits innerhalb der ersten zwei Minuten Methan aus dem Bohrloch strömen, woraufhin sich zwei tödliche Unfälle ereignen. Die wesentlichen Figuren werden eilig eingeführt und dann teilt sich die Handlung in drei Stränge auf: Bohrplattform, Kommandozentrale und drei Leute auf dem beschwerlichen Weg zur Basis. Letztgenannter bietet zwar die meiste Abwechslung, gleichermaßen jedoch die meisten Logiklöcher.
Von diesen gibt es ohnehin zuhauf, denn wissenschaftliche Erklärungen kann man in der Pfeife rauchen, physikalische Unwahrscheinlichkeiten wechseln sich im Minutentakt ab, während Urgewalten nach Belieben in die Szenerie geworfen werden: In einem Moment kommt es zu heftigen Feuerregen, an anderer Stelle fallen dicke Hagelkörner, dann reißt der Boden auf und es folgt ein Wirbelsturm, danach wieder eine Riesenwelle, während in regelmäßigen Abständen Blitze am Himmel zucken.
Die CGI sind wahrlich nicht das Gelbe vom Ei, vor allem weil die Lava ihren Radius wie mit dem Zirkel gezogen verbreitert, sämtliche Schiffe und Helikopter wie billige Modelle aussehen und Hagel so wirkt, als wäre er leicht wie Styropor.
Fast schon okay sind demgegenüber die Windeffekte gelungen, denn zerberstende Scheiben, eine Windhose an der Küste und einstürzende Hochhäuser sind passabel ausgefallen.
Das hohe Maß an Bewegung wird durch den latent galoppierenden Score adäquat unterstützt, denn der poltert sogar, wenn sich gerade mal zwei Leute über den nächsten Schritt beraten.
Darstellerisch ist die Leistung der Mimen nicht so dolle, lediglich Ming-Na performt mit Ausdruck und einiger Präsenz und rettet noch ein wenig von dem ansonsten beklagenswerten Gesamtniveau, - aber dieses passt sich wie so oft, dem Gesamteindruck des Streifens an.
Wenn es eine Kategorisierung unterhalb von Trash gäbe, so träfe sie auf „Super Cyclone“ in allen Belangen zu. Die Handlung ist durchzogen von Willkür, zahlreichen Logiklöchern, billigen Effekten und dümmlichen Dialogen, hinzu gesellen sich geklaute Szenen, unfreiwillige Situationskomik und ein schwacher Showdown.
Viele Schauplatzwechsel und ein Minimum an ruhigen Momenten stehen dem gegenüber, aber das langt beileibe nicht für ein zufrieden stellendes Gesamtergebnis, auch nicht für Freunde billig produzierter Katastrophenfilme.
Knapp
4 von 10