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Eine komödiantische Hommage an alte Softerotikperlen wie AUF DER ALM DA GIBT'S KOA SÜND? Ein Omnisbusfilm, in dem sämtliche Klischeeszenarien des (mehr oder weniger) sinnlichen Kinos auf die Schippe genommen werden? Das ist wirklich mal ein ungewöhnlicher Aufhänger für einen deutschen Indie-Beitrag. Aber hier muss der Independent-unerfahrene und neugierige Zuschauer vorab ausdrücklich gewarnt werden: HOT DREAMS ist mega-trashig und versucht dies durch seine Wildheit wett zu machen. Dialoge, Szenenaufbau, Spezialeffekte und die ständig wechselnden Kostüme (die männlichen Darsteller schlüpfen alle deutlich erkennbar in jeweils mehrere Rollen) erinnern von ihrer charmant-naiven Schrottigkeit her doch sehr an den Output eines gewissen Herrn Jochen Taubert. Mit über 2 Stunden Laufzeit ist der kühne Trip durch alle Genres leider arg lang geraten und wird fast schon anstrengend.
9
Als Rahmenhandlung gibts es ein Zudammentreffen von Freundinnen, die sich erotische Geschichten erzählen. Schon, diese Story wird liebevoll überzogen dargestellt. In rasantem Tempo geht's weiter, egal ob Aliens, Kuns-t oder Märchenwelt, vor nichts wird haltgemacht immer mit einem Augenzwinkern. In vielerlei Hinsicht wird einiges fürs Auge geboten, den Sets und Tricks sind gut gemacht und auch die Darsteller(innen) zeigen vollen Körpereinsatz, und das reichlich. Die Leistungen der Darsteller(innen) ist gut, sichtlich waren alle mit Spaß bei der Sache. Die einzelnen Episodengeschichten sind kurzweilig und so kommt keine Langeweile auf, so vergehen die über zwei Stunden wie im Flug. Fazit: Ein kurzweiliger erotischer Spaß mit Augenzwinkern, bitte mehr davon.