7
kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 10.08.2013 Steven Spielberg ist längst kein Blockbusterregisseur mehr. An „Lincoln“ spürt man besonders, dass ihm an den Mechanismen des großen Kinos nicht mehr viel liegt. Seine zweieinhalb Geschichtsstunden legen mehr noch als zuletzt ein ganz besonderes Augenmerk auf die Formalität; wäre das Dramatische zu Zeiten von „Schindlers Liste“ viel ausgeprägter gewesen und hätte der Anschlag auf Lincolns Leben eine halbe Stunde voller Suspense beansprucht, so gestattet sich Spielberg nur einige wenige intime Momente, die Lincoln als Menschen begreiflich machen. Meist geht es um den Politiker, oft auch um seine Vertrauten und seine Gegner, und doch gelingt es dem Altregisseur mit Hilfe seines auch in der Breite extrem hochwertigen Casts, selbst die Überlänge zu rechtfertigen, indem sie gerade so ohne einen Hänger zu Ende geführt wird. *weitere Informationen: siehe Profil