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Man muss den Trend der Zeit, Helden zu vermenschlichen und ihnen eine persönliche Backstory zu geben, nicht gut finden, um SKYFALL einen guten Film zu finden.

Die Zeiten des guten alten Superhelden Bond sind damit jedoch erst mal vorbei. CASINO ROYALE hatte genau die richtige Balance gefunden zwischen modernem Thriller und Over-the-top-Spektakel, das nur ein James Bond meistern kann. SKYFALL ist nun zwar ein stimmiger Agententhriller mit ordentlichen Actionszenen, ein paar spektakulären Settings und einem charismatischen Bösewicht, als Bondfilm wirkt er jedoch viel zu schwerfällig, zu düster und vor allem zu ernsthaft. Der Showdown in Bonds altem Elternhaus erscheint wie aus einem anderen Film übernommen (eine sehr dunkle Variante von HOME ALONE) und mag so gar nicht zur Bondfigur passen.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Bondfilm, der nach einer spektakulären Eröffnung die Christopher-Nolan-BATMAN-Route nimmt, komplett mit persönlichem Trauma, Javier Bardem als Mischung aus Joker und Hannibal Lecter sowie einem eher antiklimatischen Finale – guter Film, mäßiger Bond.

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