Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 31.03.2014

Ich erwarte von einer Film-im-Film-Biografie nicht unbedingt tiefere Erkenntnisse über die Person, daher habe ich mir “Hitchcock” wohl besser munden lassen können als die meisten Anhänger des Altmeisters – denn trotz der fragwürdigen, viel zu karikaturistisch anmutenden Maskierung Hopkins’ macht der Film einen Heidenspaß. Wer sich ein wenig mit der Person Hitchcocks auseinandergesetzt hat, sei es durch Truffaut-Lektüre oder durch einfache Filmrecherche, der weiß bereits um die Besessenheit des Regisseurs für seine Hauptdarstellerinnen, seine Faszination für das Morbide und die spezielle Beziehung zu seiner Frau Alma, all das ist nicht neu. Doch gerade die Beziehung zwischen Hitchcock und Reville wird von Hopkins und Mirren mit unvergleichlicher Süffisanz geradezu zelebriert und überstrahlt den sehr kulissenhaften, quasi im Aufbau begriffenen Film inmitten der Paramount-Kulissen. Herrlich locker-leicht, auch wenn man zugeben muss, dass „Hitchcock“ auch gerade als Appetizer für eine echte, inhaltlich wertvolle Biografie funktioniert.

*weitere Informationen: siehe Profil

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