... & Eulen, sondern auch für Elefanten besaß - denen ja bekanntlich ein gutes Gedächtnis unterstellt wird, was dem Erinnerungs-Essayisten wohl zugesagt haben dürfte - war spätestens klar, als er in den 60ern das S.L.O.N.-Kollektiv gründete (Slon = russ.: Elefant).
"Slon Tango", die erste Fortsetzung seiner 1990 begonnenen 'Bestiaire'-Reihe, drückt diese Wertschätzung ebenso aus, wie Markers Liebe zur Musik, die er zu Beginn seiner Karriere als seine liebste Kunst (und einige Zeit vor seinem Tod als einzig wahre Kunst) bezeichnete und die er stets als ganz besonders eng mit dem Gedächtnis verbunden beschrieb: Einen zufällig während eines Zoobesuchs aufgenommenen Elefanten, der rhythmisch seine Beine schlendern, Rüssel und Schweif harmonisch pendeln lässt, unterlegt Marker mit Strawinskis Tango. Bild und Ton harmonieren erstaunlich perfekt und stehen gleichermaßen für das, war Marker zeitlebens umgetrieben hat: das Erinnern.