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Gary Fleder wandelt mit seinem Spielfilmdebüt auf den Spuren Tarantinos...

Der Ex-Auftragsmörder Jimmy „The Saint" Tosnia (Andy Garcia, „Der Pate III") betreibt eine Firma, bei der Todkranke Videobotschaften für ihre Nachkommen aufnehmen lassen können. Leider laufen die Geschäfte nicht allzu gut und Jimmy steckt in großen Geldsorgen. Da kommt ihm ein Auftrag seines Ex-Bosses gerade recht: der „Mann mit dem Plan" (Christopher Walken, „Die durch die Hölle gehen") wird Jimmy 50.000 Dollar zahlen, wenn dieser den Verlobten der Ex seines verhaltensgestörten Sohnes zur Strecke bringt.
Schnell sind die ehemaligen Komplizen zusammengetrommelt: Franchise (William Forsythe), Pieces (Christopher Lloyd), „Critical" Bill (Treat Williams) und Easy Wind (Bill Nunn).
In einer Bar lernt Jimmy die attraktive Skilehrerin Dagney (Gabrielle Anwar) kennen und beginnt eine Romanze mit ihr.
Doch es kommt wie es kommen muss - der so einfach wirkende Beseitigungsjob läuft total schief und am Ende ist nicht nur die Zielperson erstochen, nein, auch die Verlobte hat eine Kugel im Kopf. Da es in Verbrecherkreisen kein Pardon für ein derartiges Versagen gibt, hetzt der aufgebrachte „Mann mit dem Plan" den fünf Pechvögeln den eiskalten Profikiller Mister Shhh (Steve Buscemi, „Desperado") auf den Hals...

„Das Leben nach dem Tod in Denver" (der englische Titel „Things to Do in Denver When You're Dead" ist eine Anspielung auf den gleichnamigen Song von Warren Zevon) ist einer von vielen Filmen, die auf der Erfolgswelle der Quentin-Tarantino-Filme „Reservoir Dogs" und „Pulp Fiction" mitschwammen. Stilistisch einiges aus diesen Meisterwerken aufgreifend, gelingt es Regisseur Gary Fledder allerdings nicht, deren Klasse zu erreichen; der Plot ist zu einfach und die dargestellten Situationen nicht abgefahren genug.
Dass der Film dennoch äußerst sehenswert ist, dafür sorgen die genialen Schauspieler: egal ob Walken, Garcia oder Williams, alle machen ihre Sache ausgesprochen gut, wobei Steve Buscemi am meisten überzeugen kann: die Rolle als psychopatischer Killer wirkt dem Independent-Actor wie auf den Leib geschrieben!
Durch diese perfekt agierende Besetzung bekommt „Das Leben nach dem Tod in Denver" einen gewaltigen Qualitätsbonus, zum Kultfilm fehlt im dennoch das "besondere Etwas", das einen "Pulp Fiction" auszeichnet!

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