Review

kurz angerissen*

Flotte Comic-Action mit achterbahnähnlichem Aufbau. Nichts also, was nicht Hunderte anderer Computeranimationsfilme vor "Die Croods" bereits geliefert haben, aber die Steinzeitsause punktet immerhin mit unangepassten Anarcho-Figuren und nutzt die Freiheit, weit weg von der Zivilisation ihr eigenes Ding zu drehen. Anders als die "Flintstones" bilden die "Croods" dabei nicht etwa die moderne Gesellschaft anhand primitiver Werkzeuge nach, sondern sind erst im Aufbau einer solchen begriffen. Sie befassen sich mit dem Wandel von Familienstrukturen - und setzen die Anknüpfpunkte an die Gegenwart somit wesentlich subtiler als das offensichtliche Zeichentrick-Vorbild.

Völlig von Animationsfilmklischees freistrampeln können sich Grug und seine Familie zwar nicht, insbesondere, wenn erwartungsgemäß ein Konflikt zwischen dem Beschützerinstinkt des Vaters und dem Freiheitsdrang der Tochter orchestriert wird. Überdies lässt manche Einlage rund um die Großmutter an die Erlebnisse der "Ice Age"-Herde denken, was aber angesichts des Umstands, dass diesmal Menschen (bzw. deren Vorfahren) im Mittelpunkt stehen, durchaus einen gewissen Charme versprüht. Insgesamt eine gesunde Mischung, die zwischen überdreht und bodenständig, zwischen Action und Atempause meistens den richtigen Ton trifft, ohne aber mit dieser Mixtur völlig aus der Art zu fallen.

*weitere Informationen: siehe Profil

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