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Die Geschichte des Kometen oder Fremdkörpers der auf die Erde fällt und nach dem sich die Menschen in Zombies, Infizierte, Freaks, Monster oder sonstige Mutanten verwandeln ist nicht wirklich neu. DEAD SHADOWS ist ein klarer B-Horror-Film mit Science-Fiction Elementen und mit jeder Menge CGI der meist sehbar ist und nur in einigen Fällen wirklich Ausfallcharakter erreicht. Zudem erinnern die wilden CGI-Tentakel in verschiedensten Formen an die DOOM Games. DEAD SHADOWS unterhält Genrefreaks auf angenehm blutige und vor allem sehr mutations- und FX-verliebte Weise in kurzweiligen nur rund 70 Minuten.

Zu dem phänomenalen Ruf französischen Horrors der letzten 10 Jahre muss man wohl nicht mehr viel sagen. Nicht nur die Messlatte für explizite Gewalt wurde in bestimmter Weise kräftig nach oben geschraubt, sondern wir wurden auch mit guten Stories, Darstellern und jeder Menge Mut und Kreativität in verschiedenster Form überrascht. DEAD SHADOWS ist eine Geschichte einer außerirdischen Invasion, die wir vom Grundprinzip her gut kennen und die unzählige Vorbilder hat.

Der Vergleich von “Die französische Antwort auf ATTACK THE BLOCK“ passt nun leider überhaupt nicht, da DEAD SHADOWS keinen komödiantischen Buddy-Teil enthält wie dieser und grundsätzlich todernst ist. Mir fallen eher Vergleiche zu RESIDENT EVIL oder ganz vorsichtig zu THE THING (Remake), im Trash Bereich eher zu diversen Melting-Movies wie STREET TRASH oder BODY MELT ein. Die Atmosphäre vor allem am Anfang ist wirklich gut und in Verbindung mit der paradox anmutenden parallelen Welcome-Weltuntergang-Party der Menschheit kommt wirklich etwas apokalyptische Stimmung auf.

Die Nebendarsteller sind manchmal schön freakig und werden alle keinen Preis gewinnen und agieren bescheiden, die Synchronisation ist auf entsprechendem Niveau, aber unser Baseballschläger bewaffneter Protagonist Chris schlägt sich genregerecht bis zum bitteren Ende ganz ordentlich. Anfangs wird relativ viel Zeit wird auf die Freundschaft mit Claire verwendet, aber dieser Aspekt gerät im Nachhinein zur völligen Belanglosigkeit so wie das ganze Vorgeplänkel der Geschichte.

Der Science-Fiction Aspekt wird in der zweiten Hälfte etwas zurückgedrängt und DEAD SHADOWS mutiert mehr zum Zombie-Metzler bis schließlich auch das unvermeidliche Militär auftaucht. Wobei die erste Ganzkörperdurchdringung eines Tentakels und die zerfließenden Gesichter der Mutierten wirklich sehr blutig und effektiv gelungen sind. Man hat den Eindruck, dass der Großteil des Budgets in die Effekte gegangen ist, ein wenig mehr Investition ins Drehbuch wäre vielleicht eine bessere Balance gewesen.

DEAD SHADOWS wirkt etwas ziellos und unentschlossen und vermisst es einen klaren roten Faden, aber ist beileibe kein Totalausfall und mit wenig Erwartung kann er ganz unterhaltsam sein. Somit verbleibt ein recht kurzweiliger SF-Horror-Zombie-Slasher mit einem guten Schuss Trash der für Genrefreaks und Liebhabern von Werken wie der ASYLUM Mockbuster-Schmiede durchaus einen Blick wert ist.

5,5/10 Tentakeln....äh,....Punkten (rein unter SF-Horror-Trash Aspekten)

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