Review

Das nächste Reportfilmchen aus der Zeit, als es fast jeden Berufsstand erwischte während die Mädchen weniger brav die Schulbank drückten. Auch hier wird die Aufklärung zum Vorwandt genommen, um dem Film wenigstens noch einen Hauch von Seriösität zu verleihen. Diese verfliegt jedoch schon innerhalb weniger Sekunden, wenn klar wird, dass restlos alles gespielt ist - selbst die Interviewpassagen in der Fußgängerzone. Dort kann man zumindest über einen Reporter mit badischem Akzent genüsslich ablachen...

Die Handlung selbst ist mal wieder das übliche zusammenhangslose Flickwerk an kleinen frivolen Episödchen. Schließlich geht man doch nicht ins Hospital, um gesund zu werden, sondern um ordentlich einen wegzustecken. Gottseidank gibt es genügend willige Krankenschwestern und auch der Chefarzt will zwischen OP und Stippvisite seine Befriedigung haben. 

Seiner Zeit erregte der Film ein deutschlandweites Ärgernis, bei dem wohl auch die liebe CSU ganz vorne mitmischte. Angeblich soll dieser Report den Berufsstand der Krankenschwester zu sehr kritisiert haben und tatsächlich werden zu eingangs einpaar junge Damen gefragt, warum denn niemand mehr diesen Job ergreifen will?

In der Tat handelt es sich um einen glücklicherweise weniger albernen Vertreter aus der ellenlangen Report-Reihe. Ingrid Steeger und Elisabeth Volkmann treffen fürwahr zum ersten Mal aufeinander und auch ein Konstantin Wecker war für so manchen neckischen Spaß zu haben. Jede Damen hat die huldvolle Aufgabe, mindestens einmal aus der Wäsche zu springen. Das Tempo soll konstant hochgehalten werden - anspruchsvoller, weniger seicht und dafür origineller wird  der "Krankenschwestern-Report" leider trotzdem nicht. 

Dennoch ist diese wilde Treiben in sämtlichen Krankenhausbetten kein Totalausfall wie so manch anderer Genre-Vertreter. Wer es nicht immer übertrieben niveauvoll braucht und an kuriosem Deutschsex aus den Siebzigern ein gewisses Vergnügen hat, der schaut auch hier gerne und einmalig rein. 5 von 10 Punkten. 


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