San Francisco wird von einer unheimlichen außerirdischen Lebensform heimgesucht. Die Aliens zerstören die Psyche des Menschen und kopieren dann sozusagen ihren Körper. Fast die ganze Stadt hat sich schon verändert. Ist die Invasion noch aufzuhalten?
Dies ist die Handlung, welche natürlich eher die Science-Fiction-Freunde ansprechen wird. Überhaupt hat der ganze Film Paralellen zur erfolgreichen Mystery-Serie "Akte-X". Was dort an Haupthandlung während circa 9 Staffeln zu sehen ist, wird hier quasi in einer und einer halben Stunde ähnlich gezeigt. Natürlich beziehe ich mich hier hauptsächlich auf "Mulders" Invasionstheorien, die hier eindeutig wiederzufinden sind.
Man kann "Die Körperfresser kommen" eigentlich in zwei Abschnitte einteilen. In dem ersten geht es eher um psychische Konflikte. Personen, die meinen, ihre Partner hätten sich charakterlich total verändert, leiden zunächst seelisch, denn es wird ihnen auch fast kein Glauben geschenkt. Innere Konflikte zwischen Einbildung und Realität entstehen. Die Invasion ist in diesem ersten Abschnitt nur reine Theorie des Zuschauers, denn belegt wird sie erst, als Jack (Jeff Goldblum) einen Körper zu Gesicht bekommt, welcher eine Kopie von ihm selber darstellt. Ab diesem Zeitpunkt an, beginnt der zweite Abschnitt, der mir persönlich etwas besser als der erwähnte erste gefiel. Denn hier beginnt die ständige Flucht vor den "Aliens". Keiner kann mehr dem anderen trauen. Gerade dies und die Tatsache, dass die genauen Geheimnisse der Lebewesen (zum Beispiel wie die Kopierung der Körper von statten geht) langsam ans Licht kommen, macht den zweiten Abschnitt des Filmes spannender. Auch gibt es hier ein wenig Effekte zu bewundern, die sich für die damalige Zeit (1978) doch sehen lassen können.
Das Ende stellt nochmal eine Wendung dar, die sicherlich nur für die wenigsten vorhersehbar war. Allerdings wird nicht alles geklärt und dadurch kann man sagen, dass der Schluss, wie auch bei einer "Akte X" - Folge, offen gelassen wurde. Darüber wie es weiter geht (zum Beispiel mit der Menschheit), muss der Zuschauer für sich entscheiden, denn eine klare Aufklärung gibt es eben nicht.
Durch die Kopierung der Körper werden alle Menschen, wenn man sie dann noch so nennen kann, gleichgestellt. Es gibt keine gesellschaftlichen Unterschiede mehr. Gerechtigkeit und Gleichheit - Dies wird im Film "versteckt" behandelt. Fühlt man sich in einer Welt wohl, in der alle Menschen gleich sind? Das ist hier die Frage, die doch deutlich mit "nein" beantwortet wird.
Diese Story über eine Invasion einer außerirdischen Lebensform und (deren Ziele), findet man eigentlich fast genauso in "The Faculty" wieder. Der Film hat sich hier nämlich vieles abgeschaut, ist aber mehr für den Teenie-Bereich geeignet.
Zum Schluss bleiben dar noch die Schauspieler. Insgesamt bekommt man von ihnen überdurchschnittlich gute Leistungen zu sehen. Besonders, wenn die Konflikte zwischen Einbildung und Wirklichkeit entstehen, können allemann überzeugen. Der zweite Abschnitt des Films, bietet aufgrund der permanenten Flucht, nicht unbedingt die Möglichkeit schauspielerisch zu glänzen.
Man kann aber sagen, dass Donald Sutherland seine Aufgabe als Darsteller wohl am besten gemeistert hat.
Fazit: Eine zu der damaligen Zeit interessante Story. "The Faculty" behandelt das gleiche Thema, gefällt mir aber persönlich besser als "Die Körperfresser kommen", da es dort mehr Action und Effekte zu bewundern gibt.