Stimmiger Gruselklassiker, der mit seiner immer bedrohlicher werdenden Atmosphäre, wohl dosierten Schockszenen und stilsicheren Kameraeinstellungen für feinste Genre-Unterhaltung sorgt. Dunkle, trostlose Farbtöne dominieren die zumeist nächtliche Szenerie der ohnehin ruhelosen und erdrückenden Groß-Stadt, von Minute zu Minute wird die zunehmende Isolation der Charaktere durch die schleichende Invasion des außerirdischen Virus spürbar, die scheinbar durch nichts und niemanden aufzuhalten ist - Selten wurde Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit intensiver auf die Leinwand gebannt...
Beinahe konsequent bietet der Film dann auch kein hollywoodgerechtes Happyend, wobei man ganz klar anmerken muss, dass alles Andere mehr als deplaziert gewesen wäre.
Philip Kaufmans Evergreen ist einer jener nachwirkenden Filme, die in keiner gut sortierten Horrorfilmsammlung fehlen dürfen. Überzeugend gespielt, schnörkellos und ohne Effektorgien inszeniert, stets mit dem richtigen Riecher für die entscheidende Einstellung ausgestattet; DAS sind diejenigen Eigenschaften, die eine Handvoll Horror-Klassiker der 70er und 80er-Jahre auszeichnen, deren Erfolg auch nach dutzenden Kopien bis heute nie wirklich wiederholt werden konnte