Im idyllischen Naturschutzgebiet rund um den Black Lake treiben gigantische, menschenfressende Krokodile ihr Unwesen. Um die Menschen zu schützen, wurde der See mit einem elektrischen Zaun abgeschlossen. Trotzdem verirrt sich ein Schwimmteam der Highschool in das Gebiet. Es droht eine Katastrophe. Während Sheriff Giove und Aufseherin Reba dem Krokodil-Horror endlich ein Ende setzen wollen, versuchen die Teenager verzweifelt, den blutrünstigen Bestien zu entkommen.
Ja, ja, traue nie einem Franchise, das mit der Tagline the final Chapter zum großen Finale ausholt, denn inzwischen ist mit Lake Placid vs. Anaconda zwar keine direkte Fortsetzung abgedreht worden, sondern mehr der Monster Crossover Markt bedient, aber man kann wie immer sicher sein, das so lange die Kohle fließt immer wieder ein neues Krokodil aus dem See gefischt werden muß. Qualitativ gesehen hat sich die Reihe aber inzwischen selbst überlebt. Mit Teil vier driftet das Ganze dann sogar gänzlich in die Belanglosigkeit ab, denn mal ehrlich, das Ding unterscheidet sich in nichts von dem, was beispielsweise Asylum und SyFy Channel hemmungslos stapelweise aufs Publikum loslassen.
Besonders die Story hat man inzwischen schon zigfach intus. Da haben wir die Gruppe hohlbirniger Teens mit der weit voraus anvisierbaren Heldin, brave Sheriffstochter, die mit Kerlen flirtet, ein liebes Mädchen ist, während Sheriff Mami natürlich artig besorgt ist, als die Riesenkrokotaschen auf den Haufen Kids losgeht. Vor allem die Figuren sind absolut flach und austauschbar. Ob die Kids nun ins Gras beißen oder nicht ging mir da gepflegt am Hintern vorbei. Es gibt allerdings zwei Charaktere mit so etwas wie einem interessanten Background, die aber leider nur im Hintergrund aktiv werden dürfen. Gaststar Robert Englund versucht als gieriger Jäger immerhin noch ein wenig amüsantes Overacting und auch die Rolle der reaktivierten und wohl auch reanimierten (die ging doch hops im dritten Teil) scharfzüngigen Reba bringt ein wenig Würze in die fade Suppe, aber eben leider mit viel zu wenig effektiv nutzbarer Screentime gewürdigt.
Mit dem recht guten ersten Teil hat man kaum noch etwas gemeinsam. Langweilige Dialoge austauschbares Menschenmaterial und kaum Spannung. Diese kommt zwar ab und zu auf, aber lediglich auch nur dann, wenn sich mal eines der Crocs aus dem Black Lake die Beine vertreten möchte und einen der Nebendarsteller wegknuspert. Wenigstens ist die CGI hier noch erträglich und ab und zu darf auch mal ein wenig Blut fließen, aber genauso gut könnte man die Viecher umprogrammieren und den Film Mutierte Seeotter im Crystal Lake nennen, wie gesagt, alles ist austauschbar.
Von mir aus kann man die Reihe hier auch auslaufen lassen (was mich Legastheniker natürlich nicht daran hindert LP vs. A zu besorgen). Die Qualität geht deutlich erkennbar in tiefste Sphären. Mir fällt jedenfalls kein vernünftiger Plot ein, mit dem man das Franchise noch interessant fortführen könnte.
4/10