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Piraten entern ein Schiff und nehmen 5 europäische Frauen gefangen, die auf dem Weg nach Australien waren. Die Damen sollen zu liebeswilligen Konkubinen ausgebildet werden, um später an reiche Asiaten verkauft zu werden. Dass die Ladies durchaus widerspenstig sind, hat wohl Niemand erwartet.

Bei diesem Handlungsstrang fällt auf Anhieb Pierre Chevaliers „Schiff der gefangenen Frauen“ ein. Aber davon sind wir doch weit entfernt, denn Chevalier hat seinen Film durchaus ernst gemeint, was Ernst Hofbauers und Kuei Chi Hungs Regie-Coproduktion nun wirklich nicht beabsichtigt. Falls doch, dann tun mir die beiden Herren wirklich leid, denn „Karate, Küsse und blonde Katzen“ kann und darf man einfach nicht für voll nehmen.

Zu dieser Erkenntnis kommt man allein schon, durch die wirklich schlechten Hauptdarsteller, denen von der deutschen Synchronisation, auch noch unsagbar schlechter Klamauk in den Mund gelegt wurde. Ein Asiat gibt somit „Hoch auf dem gelben Wagen“ zum Besten und die mutigste der 5 Damen, entpuppt sich von Beginn an, zu einer Kodderschnauze erster Güte. Ob die Originaltonspur ebenfalls so schlecht ist, kann ich nicht beantworten, aber all das ist eh nur Beiwerk. Denn in erster Linie erwartet der Zuschauer ja Material Arts und Sex. Wirklich? Dann wird dieser allerdings sehr schnell enttäuscht sein. Von Erotik gibt es keine Spur und nackte Frauenkörper werden einzig als Mittel zum Zweck eingesetzt. Ob die Damen nun an- oder ausgezogen sind, tangiert eher peripher. Was die Material Arts Erwartung anbelangt? Diese wird ebenfalls im vollen Maße enttäuscht. Die Kämpfe wirken dilettantisch und einfach nur schlecht, von einer halbwegs normalen Choreografie ist Nichts zu sehen, bei dem sinnlosen Gespringe und Gewerke. Der in allem erhabene Bruce Lee, ist ja bereits leider 1973 von uns gegangen, wenn er diese Kämpfe gesehen hätte, so hätte sich der Großmeister im Grabe umdrehen müssen.

Was sagen uns die Hauptdarsteller? Die einzigen positiven Charaktere sind Hua Yueh als Ko Pao und Hui-Ling Liu als Ko Mei Mei. Bei Hui-Ling Liu, meine ich mich doch an ein Engagement innerhalb Roy Ward Bakers und Chang Chehs Regie-Coproduktion „Die sieben goldenen Vampire“ zu erinnern. Hua Yueh oder Yueh Hua war bestimmt in massig vielen Filmen aktiv, da sein Name innerhalb der Credits, sofort die innere Bekanntheits-Alarmklingel läuten lässt.

Im Punkto Kameraarbeit und Ausleuchtung gibt es eigentlich Nichts zu bemängeln, das Ganze wird ordentlich präsentiert.

Fazit: Purer Trash, den Niemand für voll nehmen darf. Überwiegend schlechte Darsteller, eine schlechte Story, aber dennoch recht unterhaltsam.

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