Die Stadt mit K
Kölle, meine Stadt, mein Herz und meine Seel‘,
zu dir brüll ich nicht nur an Karneval raus meine gut geölte Kehl'.
Es ist immer wieder interessant, in deine Vergangenheit zu gucken,
wenn man etwas wieder erkennt aus Freude zusammenzuzucken.
„Heißes Pflaster Köln“ ist so ein Spiegel in vergangene Tage,
selbst wenn ihn eine noch so übertriebene, unnötige Message plage.
Eine Mischung aus Lokalpatriotismus und Bahnhofskino,
ist dieser kölsche Klüngel ein echter Gangsterdino.
Über Banden und Prostitution, das Milieu und wilde Peitschen, dicke Nasen und lange Tünns,
dazu passt am besten ein Fässchen Kölsch und 'ne jude Flönz.
Der Untergrund ist in Aufruhr, der rote Bezirk bebt,
aus heutiger Sicht nicht ernst zu nehmen, gut wenn man dabei den ein oder anderen hebt.
Eine große Freude ist das wilde Treiben trotzdem,
bestanden Ring und Rhein damals natürlich nicht nur aus Zucker und Feen.
Das Pflaster war vielleicht nicht am kochen,
dennoch kam damals wie heute wohl schon die ein oder andere zwielichtige Gestalt angekrochen.
Kön, die Perle am Rhein, die Weltstadt von nebenan,
zieht nach wie vor und immer wieder in seinen Bann.
„Heißes Pflaster Köln“ ist also ein schleimiger Heimatfilm der schlitzohrigen Sorte,
zu schade, dass es solche Ausreißer nicht mehr gibt auf uns'rer heutigen, trockenen Torte.
Leichte Dirnen, schöne Frauen, fiese Typen und im Hintergrund der Dom,
damals schwamm zum Glück noch nicht alles einfach mit dem rheinischen Strom.
Erpressung und Gangs, Kleinkriege und Klatsch,
da schlägt der eine den anderen schonmal zu Matsch.
Fazit: ein Muss für jeden kölsche Jung! Roh, rau, frech - ein Lokalkolorit voller Sleaze und Flair, voller Nostalgie und Charme, voller Gangster und Nutten. Meine Heimat. Meine Liebe. Ein tolles „Zeitdokument“. Dat is prima!