Meine Film-Auswahl des heutigen Abends veranlasste meinen Kollegen zu gebremstem Optimismus – schon wieder so eine „Asien-Perle“, die im Fahrwasser von „Ring“ und „Ju-On“ zu einer deutschen DVD-Veröffentlichung gelangt ist. Die Vorzeichen standen schlecht, obwohl der Maßstab aller Filme – die ofdb-Kritik – so schlecht nicht war. Mal sehen!
Schon bald wird klar, dass die Story wohl eher in Richtung Psycho-Drama anstatt eines Horror-Thrillers laufen sollte. Na ja, macht ja nix – kann auch ganz nett sein ... und nett war’s letztendlich auch: Eine leicht überdurchschnittliche Kost aus Hongkong, die mangels echter Höhepunkte leider mal wieder nicht so richtig überzeugen konnte. Das Ganze ist zwar atmosphärisch recht ansprechend umgesetzt und der ausgebrannte Körper wird durch ein bis zwei wohldosierte Schock-Momente kurzfristig in Ekstase versetzt – das war’s dann aber auch schon. Der Vergleich mit „The Sixth Sense“ liegt auf der Hand, spielt aber in einer anderen Liga.
Leider mal wieder ein asiatischer Beitrag, den niemand wirklich braucht. Ansehen tut zwar nicht weh, aber wer den Streifen verpasst, kann ruhigen Gewissens in der Videothek daran vorbeigehen. Somit bleibt der Film leider nicht aufgrund qualitativer Aspekte in unserem Gedächtnis sondern einzig und allein aufgrund der Tatsache, dass es der letzte Film des sympathischen Leslie Cheung („A Chinese Ghost Story“, „A Better Tomorrow“) war, der sich ein Jahr später in den Tod stürzte!