Huch! Ihre Maschine geht in einer Stunde & was tut die Patricia (Betty Vergès)? Die Patricia plantscht nackt im Pool rum. Und packen muss sie auch noch, die Patricia. Aber bloß keinen Stress. Es geht ja nur zwecks Studiums zurück nach München. Und siehe da! Die Patricia pfeift auf München. Die überaus selbstbewusste & aufgeweckte Patricia verlängert lieber mal den Griechenland-Aufenthalt, um Hellas ohne ihre Eltern unsicher zu machen & all die "S"es zu genießen, die ein Urlaub so zu bieten hat. Sommer. Sonne. Strand. Segeln. Saufen. Sündigen. Spielen. Sirtaki. Schmusen. Sex...
"Warum denken alle Leute nur ans Bumsen, wenn sie mich sehen? Liegt es an mir?"
Ich würde mal meinen, ja, liebe Patricia, es liegt an dir. Wenn du die Jungs ständig neckst, du bei den Flirts sofort unverblümt zur Sache kommst, du bei jeder Gelegenheit blank ziehst & dein Bums-Motto "was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen" ist, dann ja, dann ist es vielleicht, unter Umständen, möglicherweise durchaus im Bereich des Möglichen, dass es an dir liegt. Und eines muss man schon auch festhalten: Betty Vergès, die zwei Jahre später als Gräfin Olivia in Graf Dracula in Oberbayern ihre kurzlebige Film-Karriere beendet hat, ist perfekt als Patricia. Bildhübsch, formidabel bebust ("Willst Du mal fühlen? Sie stehen wie ’ne Eins."), sexy, reizend & mit ihrer entwaffnend-offenen Art einfach liebenswert. Wenn sie da glückstrunken auf dem Boot schreit, "Ich kann’s! Ich kann im Stehen pinkeln!", dann freut man sich einfach spontan mit ihr.
Griechische Feigen wurde von Jack-Holborn-Regisseur Sigi Rothemund vor Ort gedreht (Athen, Delos, Hydra...), da zieht sich neben dem locker-flockigen Urlaubs-Feeling auch ein sehr schönes Griechenland-Flair durch den Film. Die Stimmung ist generell ausgelassen & heiter, obwohl sich die Hübsche mit ihren Neckereien & Foppereien auch mal so in die Bredouille manövriert, dass bereits der unangenehme Mief von Vergewaltigung in der Luft liegt. Dass Patricia gefühlt die Hälfte des Films nackt rumläuft (bzw. -schwimmt, es gibt auch eine tolle Unterwasserszene), kommt nicht überall gut an. So entfährt einer Britin darob ein empörtes "Good heavens!", gefolgt vom Befehl an ihren Mann, gefälligst die Stielaugen zu schließen. Als Soundtrack gibt’s eingängig-seichte Sommer-Songs. Ich mag ja eigentlich keine Feigen, aber diese Griechischen haben mir doch gut gemundet.