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In einer Mischung aus „Krieg der Welten“ und „Cloverfield“ versucht Billigfilmer Neil Johnson einen auf Endzeit zu machen, was tendenziell ordentliches Potential hergäbe.
Doch daraus wiederum ein Drama mit lediglich drei Hauptpersonen zu kreieren, war mit Sicherheit keine kluge Wahl, denn wenn keiner der drei sympathisch erscheint, ist die Sache von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Am 28.11. spricht Marissa in die Kamera ihres Handys. Zu dieser Zeit haben außerirdische Invasoren damit begonnen, die Menschheit auszuradieren. Marissa, Anders und sein Halbbruder Roger verbarrikadieren sich und tüfteln einen Plan aus, wie man die extraterrestrischen Roboter bekämpfen könnte…

Die Figurenzeichnungen sind wahrlich ungünstig angelegt, denn unter den Halbbrüdern gibt es ständig Streit und Zank, während Marissa zwar die meiste Zeit über vernünftig agiert, jedoch zu häufig flaches Zeug in die Kamera quasselt.
Nach einem recht temporeichen und unterhaltsamen Einstieg, welcher die fast durchweg negativen Kritiken kaum nachvollziehbar erscheinen lässt, geht es steil bergab, denn ab da befindet man sich eher im Dramenbereich mit leichten Science-Fiction Einschlag, obgleich es eher umgekehrt sein sollte.

Zwar sehen diverse Explosionen und Laserstrahlen tricktechnisch nicht so gut aus, doch die außerirdischen Roboter, die aufgrund ihrer Form und Größe unweigerlich an „Die dreibeinigen Herrscher“ erinnern, können sich für das geringe Budget durchaus sehen lassen. Die Sounduntermalung ist demgegenüber unterste Schublade, denn die klingt, als hätte man sich beim 50er Fundus für Invasorenfilme bedient.

Handlungstechnisch bekommt man lediglich innerhalb der ersten Minuten und während des Showdowns ein wenig Action geboten, doch vor allem im Mittelteil passiert recht wenig und das beinhaltet zu allem Überfluss auch noch einige selten dämliche Aktionen, wie jemandem im Halbdunkel Bleichmittel anstatt Wasser zu reichen, was die entsprechende Person noch nicht einmal merkt. Dazwischen sondern die Aliens schwarzen Rauch ab, es werden regelmäßig ordentlich verpackte Nachrichtenausschnitte geliefert, erneut nerven die Halbbrüder, bis zum Finale eine recht schmierige Kreation zum Einsatz kommt (mit einem Auge und zahlreichen Tentakeln).

Spannend wird das ganze jedoch zu keiner Zeit, die einsame, zuweilen klaustrophobische Stimmung vermag lediglich in Ansätzen zu punkten und auch der Score hält sich ziemlich zurück. Darstellerisch bekommt man weniger als Soap-Niveau geboten und auch die Dialoge in ruhigen Momenten bringen kaum Tiefgang ins Spiel.
Am Ende wirken die knapp 81 Minuten noch zu lang, was an den dröge vorgetragenen Schwerpunkten liegt, die zu keiner Zeit fesseln können.
Definitiv keine Empfehlung, auch nicht für Trash-Fans, denn selbst unfreiwillige Komik ist nicht einmal in Ansätzen vorhanden.
3,5 von 10

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