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Polizist Jack Halcombe versucht einen Serienmörder zu fassen und gleichzeitig dessen einzige überlebende Zeugin zu schützen. Doch die hat kein Vertrauen.


Die USA haben eine Menge Serienkiller hervorgebracht, von denen viele früher oder später ihre Verfilmung erhalten haben, manche auch gleich mehrere.
Der vorliegende Film handelt von Cindy Paulson, der Überlebenden, und von Robert Christian Hansen, auch The Flying Nightmare genannt, der in Alaska mindestens 17 Frauen entführte, vergewaltigte und in der Wildnis Alaskas jagte und ermordete. Er ist der Serienmörder mit den meisten nachgewiesenen Opfern in der Geschichte Alaskas.


Das Problem an Scott Walkers prominent besetztem True Crime Thriller ist die zerfaserte erste Hälfte. Er reiht Szenen aneinander, die schwer bis gar nicht in Zusammenhang zu bringen sind und zudem zeitlich wirr oder zumindest nicht richtig einzuordnen sind. Da wären ein paar kleine Hinweise in Form von Texteinblendungen hilfreich gewesen.
Die zweite Hälfte nimmt Fahrt auf ab dem Moment der direkten Konfrontation von Halcombe und Hansen, den Nicholas Cage und John Cusack spielen hervorragend. Cage agiert sogar auffallend zurückhaltend und dennoch eindringlich. Ebenfalls gut spielt Vanessa Hudgens als Cindy, wobei ihr häufiges Wegrennen aufgrund ihrer Vergangenheit zwar verständlich, aber anstrengend ist. Es sorgt jedoch auch für ein gutes Maß an Spannung.
Die Auflösung ist intensiv und durch die Informationstexte und die Bilder und Namen der realen Opfer erschütternd. Zu viele wurden nie gefunden oder konnten nicht identifiziert werden.


Das erreicht nicht die intensiv beklemmende Atmosphäre eines Fincher, zumal man die erste Hälfte erstmal überstehen muss, besser als sein Ruf ist der Film aber auf jeden Fall.


Starker Cast, gute zweite Hälfte, eiskalter Killer. Lahmt aber in der ersten Hälfte.

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