Review

Bis auf den sehenswerten "Savior - Soldat aus der Hölle" ist dem gebürtigen Serben Predrag Antonijevic seither nur Mittelmäßiges gelungen, was sich mit dem Thriller über eine Schwangere auf Abwegen wohl kaum ändern dürfte. Auch wenn sich die Geschichte ein wenig wie "Rosemaries Baby" liest, entpuppt sie sich als innovationslose Dutzendware im austauschbaren Gewand.

Bianca (Rebecca Da Costa) ist im fünften Monat schwanger und befürchtet, nach einer Fehlgeburt und damit einhergehenden psychischen Problemen, dass ihr Kind erst gar nicht zur Welt kommt.
Vermehrt sieht sie die Gestalt einer verschwundenen Frau, die ein düsteres Geheimnis mit sich führt...

Auch wenn die Geschichte nie langweilig und relativ konzentriert vorgetragen wird, bietet sie kaum Raum zum Mitfiebern, geschweige denn liefert sie Eckpunkte zum Miträtseln. Zwar ist Hauptfigur Bianca rasch als Sympathieträgerin etabliert, doch der milde Spuk um sie herum vermag rein gar nicht vom Hocker reißen, da bis auf eine stumme Gothic-Tussi und diverse Flüsterstimmen nichts Ungewöhnliches auszumachen ist und die übersinnliche Komponente vergleichsweise minimal ausfällt.

Auch die Figurenkonstellation bleibt überschaubar, denn bis auf ihren Mann Ian und dessen Bruder nebst Freundin spielen weitere Randfiguren keine bedeutende Rolle. So sollen aufgrund des psychischen Traumas und nicht kontinuierlicher Tabletteneinnahme Zweifel am Realitätsgehalt ihrer Wahrnehmungen geschürt werden, doch nach wenigen Szenen erahnt man bereits, worauf die Sache hinauslaufen dürfte, obgleich im letzten Drittel zwei Twists eingeschoben werden.

Bekanntere Namen wie Andie MacDowell und Louis Gossett Jr. erhalten in diesem Gefüge nur wenige Minuten Screentime und auch Milo Ventimiglia bekommt kaum die Chance, seinem Ian etwas mehr Tiefe einzuhauchen. Diesem durchschnittlichen Eindruck ordnet sich auch der Rest unter, - sei es der austauschbare Score mit mittelmäßigem Titelthema oder die überaus bodenständige Inszenierung ohne irgendwelche Auffälligkeiten.

Das Werk bleibt zwar bis zum eher unspektakulären Showdown einigermaßen unterhaltsam, doch Innovation und Kreativität sehen definitiv anders aus, zumal sich der Eindruck manifestiert, ähnlich gelagerte Geschichten bereits Dutzende Male gesehen zu haben.
Suspense auf Sparflamme, minimaler Grusel und eine Krimigeschichte mit erahnbaren Wendungen, begleitet von brauchbaren darstellerischen Leistungen, - in jeder Hinsicht Durchschnitt und von daher kaum empfehlenswert.
5 von 10

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