Was ein Uwe Boll anpackt, geht meistens vor die Hunde oder in die Hose, auch wenn er als Produzent tätig ist. Als solcher erfüllt er sich einen wahrscheinlich lang gehegten Wunsch, indem er innerhalb eines Cameos den US-Präsidenten mimt, - was auch gleichzeitig die schlechteste Stelle im ganzen Film darstellt.
Erneut steht die Welt am Abgrund, weil das Militär in die falsche Richtung forschte und nun Zombies eine rumänische Kleinstadt überfluten. Um das Ganze zu beenden, schickt der dubiose General Carter vier Söldner um Jack ins Atomkraftwerk, um eine Bombe anzubringen, - ein offensichtliches Himmelfahrtskommando…
Das italienische Regieduo Boni/Ristori feierte mit dem komplett belanglosen „Eaters“ Einstand im Zombiebereich und viel spannender geht es auch hier nicht zur Sache.
Held Jack wirkt ein wenig wie ein freundlicher Hulk, Kämpferin Eden spricht ohnehin erst nach einer halben Stunde, während John und Dragan billige Witze reißen. Später kommt noch eine kleine Gruppe um Arzttochter Sam und den verwegenen Doug hinzu, welche beide mit Flashbacks vorgestellt werden, was immerhin ein wenig Abwechslung verschafft.
Denn die Handlung ist bis dato recht witzlos nach dem üblichen Schema gestrickt: Mal kommen Zombies und werden niedergemetzelt, dann muss etwas unter Zeitdruck präpariert werden, zwischendurch wird jemand aus der Gruppe gebissen und final muss es mindestens eine Explosion geben. Wobei, hier hat man mächtig beim Spiel „Resident Evil“ abgekupfert und bringt für den Showdown eine sehr ähnlich aussehende Mutation wie Tyrant, der die letzten Leutchen noch ein wenig aufmischt.
Ansonsten ist die Action für B-Movie Verhältnisse fast schon okay. Die Kamera arbeitet übersichtlich, der rockige Score passt recht gut und die meisten CGI in Sachen Blutvergießen liegen im okayen Bereich. So gibt es Genick – und Armbruch, Einschüsse in Slomo, einen Halsbiss, diverse Schnittwunden, Kopfschüsse und zerfetzte Körper. Das Make-up fällt indes eher unterdurchschnittlich aus, auch wenn einige Zombiemasken recht kreativ rüberkommen, sehen Hautverätzungen oder schiefe Gesichtsproportionen zu sehr nach Latexschmödder aus.
Witzig ist letztlich noch, wie sich unsere vier Muckihelden im VW-Käfer durch die Gegend bewegen, die Forschungsratten wie 80er-Auswüchse eines Peter Jackson aussehen, einige Mimen ihren Dialekt nicht halten können und der Abschlussgag rein gar nicht zum Rest des Streifens passen will, als es um Nackte im Pool geht.
Zwar ist das Erzähltempo durchweg passabel und es ist meistens ordentlich Bewegung im Spiel, doch Spannung als auch apokalyptische Atmosphäre sind nur selten vorzufinden.
Ein sehr schlichter Zombie-Actioner ohne Kreativität, Tiefe, Biss oder gar Humor.
Dafür, dass der Boll da involviert ist und innerhalb einer Minute sein miserables Fünftklässler-Englisch zum Schlechtesten gibt, kann er hingegen fast schon passabel unterhalten, denn zumindest könnten einige Trashfans auf ihre Kosten kommen.
4 von 10