Review

Ein kleines Städtchen in Osteuropa dient den USA als geheimer Stützpunkt zur Entwicklung einer verheerenden bakteriologischen Waffe. Als das Programm aus dem Ruder läuft und sich die Bewohner in monströse Zombies verwandeln, wird der ganze Ort unter Quarantäne gestellt. Um jegliche Spuren der Katastrophe zu vernichten, schickt die US-Armee ein bestens ausgebildetes Söldner-Team mitten in die infizierte Stadt, um eine Atombombe zu platzieren. Das Team muss sich nicht nur einer Horde von wilden Untoten stellen, sondern auch einem tödlichen Wettlauf gegen die Zeit.

Beim allgemeinen Bullshit Bingo für Filmtitel, deren erstes Wort Zombie ist, kam beim munteren Boll-Brainstorming diesmal also das Wort Massacre heraus. Viel erwarten tut man bei der Flut an Zombiefilmen eh nicht mehr und so gestaltet sich die heutige Untotenmär dann auch in etwa wie ein Hybride aus World War Z (hier Alternativtitel Apocalypse Z) und Resident Evil (Project K klingt schon sehr nach T-Virus und auch der Oberzombie erinnert stark an den Wandschrank aus RE:Nemesis), allerdings ohne dabei komplett durchzufallen.
Wenigstens erklärt man schonmal plausibel, warum man billig in Rumänien drehte, denn dort ist die Handlung auch offiziell angesiedelt. Schöne runtergekommene Gebäude mit permanenten tristem Graufilter, ja, da kommen doch gleich Urlaubsgefühle auf. Hier betreiben die USA eine geheime Forschungsstation, die natürlich explodiert und wer dachte saurer Regen wäre schlimm, darf hier zusammen mit der örtlichen Bevölkerung die eher unangenehme Variante des Zombifikationsgenerierungsniederschlag kennenlernen.
Also flugs eine vierköpfige Spezialtruppe mitsamt Atombombe reingeschickt, deren Ableben natürlich vom bösen Militär (sogar vom Präsi Boll abgesegnet, mit der wohl schlechtesten Performance alle die jemals den Chef der USofA gespielt haben), die die ganze Sache naturgemäß vertuschen wollen, was vermutlich die realitätsstreueste Aussage des ganzen Streifens darstellt. Immerhin, man hat eine Stunde Zeit den Hintern aus der Falloutzone zu bewegen, was *Spoiler* fünf Minuten vor dem Bang gelingt, indem sie mit einem nichtwarmgelaufenen Hubschrauber in dieser kurzen Zeit abdüsen *kopfpatsch und Spolerende*.
Der Ablauf allerdings ist dann altbekannt. Man ballert sich durch die Straßen, hin und wieder darf einer sterben, dann wird noch eine nervige Überlebende aufgegabelt auf die unsere strammer Muckimann und Anführer Stone schnell spitz ist, wie Nachbars Lumpi, es wird gerannt, verbarrikadiert, im alten Käfer geflohen, Munition geht aus, man kennt das ja alles aus den zahlreichen Genrevertretern, da bietet ZA auch nichts neues.
Das Cover jedenfalls verspricht großspurig "ausgefallene Masken und detailreiche Sets". Während ich die Sets beim gelegentlichen Blinzeln wohl übersehen habe muß aber hier neidlos anerkennen, das die Zombiefressen, die laut Credits von italienischen Designern gebastelt wurden (und zwar Guten, wenn Fulci das doch nur noch erleben dürfte), absolut würdig eines Blockbusters aussehen, auf jeden Fall viel zu gut eigentlich für einen Streifen dieser Preiskategorie hier. Hier pappt man wirklich nicht nur die Müslireste vom Frühstück auf die Visage, sondern gestaltete diese sehr liebevoll und abwechslungsreich. Wirklich dickes Kompliment hier.
Insgesamt spielt sich das Ganze aber im Mittelfeld ab. Darsteller, Tempo und Blutgehalt bewegen im akzeptablen Bereich, während das Makeup durch die wirklich ultrahohlen Dialoge, die gefühlt mehr zur Laufzeiterweiterung aufgebläht wurden, und die grottigen CGI Explosionen konterkariert. Kann man aber schonmal schauen, zumal es die DVD im Doppelack mit der Fortsetzung recht günstig bekommt.
5/10

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