Review

Bait & Switch


„Blood Hook“ hat eigentlich das Zeug jeden Slasherfan an die Angel zu bekommen - ein Killer meuchelt mit seinem Fischereirepertoir ahnungslose Teenager nahe seines Sees… Leider ergibt der überlange (satte 110 Minuten statt der vielerorts angegebenen 90!) Angelschlitzer nicht nur wenig Sinn, er macht auch erschreckend wenig Spaß. 

Camp Karpfen Lake

Von der Angel über den Angelkoffer bis zu Gift, von allerlei Werkzeug über Bootsmotoren bis zum toten Fisch selbst - mir fallen auf Anhieb etliche gute, witzige Tötungswaffen und -mechaniken ein, die „Blood Hook“ zwischen splattrig und trashig für sich hätte nutzen können. „Toolbox Murders“ trifft „The Burning“ mit mildem Fischgeruch halt. Nur leider lässt der magere Fang all solche Chancen links liegen. Dass er weit über 100 Minuten geht grenzt an eine Frechheit. Dass die meisten Kills nichtmal halb so fies und blutig sind, wie sie sein sollten, kann ich ebenfalls schwer verzeihen. Gerade wenn das Tor ja quasi leer steht. Es gibt keine Boobies, keine Barsche, keine brutalen Bilder. „Blood Hook“ bleibt blass und wird sofort wieder ins Wasser geworfen. Voller Gräten und nah der Ungenießbarerkeit. Aus Prämisse, Setting und Mordshobby hätte man viel mehr machen müssen. Nur eine Szene bleibt im Gedächtnis: die aneinander geseilten „Menschenköder“ aufgedunsen im Wasser. Der Rest ist reif für die Rampe. Poster verspricht zu viel. 

Fazit: ein recht schwacher Fishermans Fiend - hatte mich nur kurz am Haken! 

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