Review

Vor tieffliegenden Angelhaken wird gewarnt... Wunsch des Gedanken war es hier wohl, eines der ungewöhnlichsten Mordwerkzeuge aller Zeiten zum Spielfilm-Füller aufzublasen. Das hat in "Blades - Klingen aus Stahl" (1989), in dem ein Rasenmäher mit Eigenleben mehrere Golfer killt, wenigstens noch halbwegs lustig funktioniert. Hier sollte es ein riesiger Angelhaken sein, der von einem psychopathischen Fischer bedient wird, um damit reihenweise Urlauber im Ferienlager abzumurksen. 

In erster Linie ist der Film jedoch eine für damalige Zeiten recht übliche Familienkomödie, die in das bekannte Friday the 13th-Szenario (Ferienhütte am See, Wald, Camp) eingebettet wurde. Dort hat die Sippe über weite Strecken nichts anderes zu tun, als sich zu bequatschen, Bier zu saufen oder ein Bad zu nehmen. Der Zuschauer wartet die ganze Zeit über auf die Kurzeinsätze des Killers, die dann kaum blutig von statten gehen. 

Warum es neben der 92-minütigen Fassung auch noch einen 111-minütige Version gibt, weiß der Geier.  Der Film ist keine reine Troma-Produktion, sondern ein weiterer Lizenzkauf, in dem es weder überdrehte Typen noch irgendwelche Geschmacklosigkeiten gibt. Statt dessen stellt auch "Blood Hook" (OT) keine Bereicherung für das Slasher-Genre dar, das schon damals mit drittklassigen Ergüssen wie diesem zu kämpfen hatte.

Wie die abgedroschene Handlung von statten geht, kann sich also jeder denken. Selbst die interessant anmutende Auflösung wurde nicht weiter ausgebaut. Als Satire kann "Blood Hook" ohnehin nicht verstanden werden. Handwerklich immerhin auf hohem Niveau. 3 von 10 Punkten.

Details
Ähnliche Filme