2011 lieferte Regisseur und Autor Brian T. Jaynes mit "Humans Versus Zombies" einen höchst durchschnittlichen Genrebeitrag ab, dem es primär an markanten Eigenheiten fehlte. Seine Vorgeschichte kommt beinahe noch austauschbarer daher, da der Überlebenskampf in Laborräumen deutlich mehr Abwechslung benötigt hätte.
Das Ärzte- und Forscherpaar Jenna und Jonathan arbeit in den GEM-Laboratorien, offiziell ein Forschungszentrum für Wirtschaft. Jonathan, der Leiter einer speziellen Abteilung verschwieg jedoch, dass auch an biologischen Waffen, speziell mit Enzephalitis gearbeitet wurde. Als eines Tages ein Alarm ausgelöst wird, befinden sich Jenna und Jonathan inmitten eines Überlebenskampfes zwischen Militär und tollwütigen Probanten...
Wir haben es hier nicht wirklich mit Zombies zu tun, denn die Eröffnungsszene offenbart, wie ein Infizierter sein Opfer nicht beißt, sondern ihm das Genick bricht, woraufhin ein Major augenscheinlich stolz auf das Ergebnis ist. Jener Major ordert später auch an, dass niemand lebend die Räumlichkeiten verlassen darf, egal ob infiziert oder nicht, wodurch sich das Ärztepaar folgerichtig gegen Militär und Infizierte zur Wehr setzten muss.
Bis ein wenig Action auszumachen ist, vergeht allerdings deutlich zuviel Zeit, da das frisch verlobte Paar schlicht langweilig anmutet und etwaige Randfiguren zwar passabel eingeführt werden, im Verlauf jedoch recht früh aus der Szenerie verschwinden.
Was indes komplett fehlt, sind nachvollziehbare Hintergründe der Experimente, obgleich Genrefans ja prinzipiell wissen, dass die Erforschung biologischer Waffen unter der Aufsicht des Verteidigungsministeriums grundlegend so etwas wie Zombies hervorbringt.
Als es schließlich zu diversen Auseinandersetzungen kommt, ist immerhin etwas Blutvergießen in Form handgemachter Effekte im Spiel. Es kommt zu einigen blutigen Einschüssen, es gibt Stiche in Auge und Hals, ein Schädel wird zermatscht, ein Bein abgetrennt und eine Axt landet im Kopf. Nichts wirklich Brachiales, doch trotz ausbleibender Fressszenen (schließlich sind es Tollwütige) ein minimaler Anreiz für Genrefans.
Anderweitig mangelt es deutlich an kreativen Einfällen, da sich das Geschehen fast ausschließlich im Militär-Silo abspielt und Krabbeln durch Lüftungsschächte und Vorantasten durch karg ausgestattete Flure wenig Abwechslung beisteuert. Eine Handvoll spannender Momente ist zwar auszumachen, doch aufgrund schwacher Figurenzeichnungen hält sich das Mitfiebern merklich in Grenzen.
Sonderlich originell fiel "Humans Versus Zombies" schon nicht aus, hier geht es noch ein wenig eindimensionaler zur Sache, obgleich innerhalb der knapp 70 Minuten nur im ersten Drittel ein paar Hänger auszumachen sind.
Darstellerisch noch okay, handwerklich brauchbar fehlt dem Ganzen das gewisse Etwas, um sich von der breiten Masse abzuheben und nicht innerhalb weniger Tage vergessen zu werden.
Tut Genrefans nicht weh, unterhält jedoch nur bedingt.
4 von 10