Silbermine mit schicker Biene auf Geisterschiene
"Demonoid" aka "Macabra" verwischt Minenschachtgrusel mit Voodoomumbojumbo und Bodyhorrorquatsch zu einer sleazigen, ganz hübschen und im Endeffekt doch arg einschläfernden Mixtur, wenn ein Ehepaar in einer mexikanischen Silbermine eine jahrtausendealte Dämonenhand (!) ausgräbt...
Die schlechte und die linke Hand "Gottes"
Ganz abtun als Totalschrott kann und will ich "Demonoid" beim besten Willen nicht. Das mexikanische Flair, die bonkers Ausgangslage, eine Art Vorläufer zu "Die Killerhand", bizarre Musikeinlagen (mal genial, mal komplett unpassend), in den besten Momenten visuell und atmosphärisch irgendwo in Richtung Fulci und Carpenter. Das ist schon schöner Humbug. Bzw. eher könnte schöner Humbug sein. Denn ich muss auch betonen, wie viel mehr Poser als Macher "Demonoid" ist. Vielleicht eine milde Wiederentdeckung wert. Aber man muss sich absolut bewusst sein, dass hier nicht viel passiert, das hier nicht viel zusammenpasst, das hier sehr lange alles am heißen, schwitzigen Brei vorbeilamentiert und schwadroniert. Und dadurch werden Spannung, Sinn und Spuk mehr oder weniger im Keim erstickt. Und für puren Pulp und Trash und Schmonz ist er dann auch wieder zu seriös. Deswegen ist "Demonoid" doch eine Enttäuschung trotz audiovisueller Kniffe und Schleifen.
Fazit: Teilweise ganz hübsch anzusehen und mit creepy Einzelmomenten. Der perfekte Film für Bilder, Poster, Podcasts und Pressematerial, wo dann ultimativ viel mehr versprochen wird als das eigentliche Produkt hergibt. Denn die Wahrheit und meiste Zeit der Rolle ist das dann doch erstaunlich behäbig, auf der Stelle tretend, ziellos, unkompetent, blutleer und lahmarschig...