Freunde der geschmacklosen deutschen Synchro können sich mit Freude die Hände reiben, denn wer auf die Kalauer eines Rainer Brandt steht, der wird auch hier ordentlich was auf die Ohren bekommen. Vor allem Savalas macht in der Synchro keinen Hehl daraus, was für ein widerliches Schwein er eigentlich ist. Manchmal nerven seine Sprüche tierisch, denn sie passen zu diesem Thriller nur bedingt. Was dafür spricht ist die sleazige Inszenierug von Narizzano (Fanatic - Das düstere Haus), die dem Charakter von Memphis diese hiesige Freiheit einräumt. Leider krankt auch die Umsetzung an seiner fehlenden Raffinesse: einige Szenen wirken wie aus dem Lexikon des B-Films, andere sind so hingeschludert, dass sie zum Lachen animieren als zum Schockieren (erschossener Schäferjunge der von einer Brücke fällt; deutsche Urlauber die mit dem Wohnwagen in einen See "verunfallen"). "Blutrausch" oder auch "Dreckige Wölfe" ist ganz klar eine Duo-Show, die durch die unterschiedlich geprägten und gespielten Figuren Nero und Savalas bestehen können, die aber durch die lockere Art der Vertonung und den wilden Schnitt einiges an Glaubwürdigkeit und ernstgemeinter Mimik einbüssen muss. Trotzdem für Fans der Beiden interessant.