Review

Memphis (Savalas) und Mosquito (Nero) überfallen einen Juwelier und töten den Besitzer. Bei ihrer Flucht vor der Polizei fällt ihnen der junge Lennox, Sohn reicher Eltern in die Hände, doch der fühlt sich zunehmend zu den Kriminellen hingezogen.


Telly Savalas und Franco Nero gemeinsam in einem Krimi klingt doch sehr nach einem Leckerbissen und unwillkürlich fragte ich mich, weshalb der nicht bekannter ist. Zumindest im deutschen Raum könnte das leider verdientermaßen an der nahezu unerträglichen Synchro liegen, die im Brandt-Stil hemmungslos drauflos kalauert und aus diesem eigentlich sehr ernsten Thriller eine Komödie zu machen versucht. Und dabei gnadenlos scheitert.

Hier werden dumme bis peinliche Sprüche rausgehauen, Telly Savalas darf in jeder noch so unpassenden Szene reimen, dass Pumuckl helle Freude gehabt hätte und die Carabinieri hat man gleich gar nicht synchronisiert.

Ein echtes Trauerspiel und wirklich schade, denn der Film könnte sonst wohl taugen. Die beiden Stars spielen gut und im Verlauf ihrer Flucht mangelt es nicht an Härten, die vornehmlich auf's Konto von Telly Savalas gehen, der hier den unter Drogen stehen Psychopathen ausleben und fast nach Herzenslust killen darf. Das Drehbuch schreckt hier auch nicht vor moralisch besonders verwerflichen Szenen zurück, niemand ist sich, ganz gleich, ob Kinder oder ganze Familien. Und so finster der Verlauf der Geschichte ist, so finster ist passenderweise auch ihr Ende. Soweit so sehr gelungen.


Interessanter, harter Krimi mit guten Stars, der eine angemessene neue Synchro oder einfach ein Remake (nicht aus Hollywood) verdient hätte. Eine Sichtung ist er aber definitiv wert.
Die italienische Fassung läuft übrigens kürzer als die deutsch-britische Fassung.

Film 7★
Synchro 1★
Deutsche Fassung 4★

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