Review

Vom absolut unterirdischen "Ichi the Killer" war ich alles andere als begeistert. Doch dann sah ich "Audition" und muss sagen das dieser mir sehr gut gefallen hat. Leider stellt er eine Ausnahme dar. Ich kenne zwar gerade mal eine handvoll der unzähligen Filme von Takeshi Miike, doch bis auf "Audition" haben mich seine Werke gelinde gesagt nicht wirklich überzeugt.

"Graveyard of Honor" ist für Miike Verhältnisse gar nicht so schlecht. Der Japaner bombadiert uns nicht mit unzähligen kranken und perversen Szenen so wie in "Visitor Q" und billige CGI Effekte ala "Ichi the Killer" bleiben uns auch erspart. Nur ab und zu wird eine Frau vergewaltigt, sich geprügelt (wenn dann aber richtig) und ganz selten macht Miike mal auf John Woo und lässt seine Yakuzas einbisschen durch die Gegend ballern. Allerdings hält sich das Ganze noch in Grenzen. Bis auf das ziemlich blutige Finale (Dereks Abgang in "Bad Taste" lässt grüßen!) kommt der Film weitestgehend ohne Blut aus. 

Ich dachte schon Miikes Filme wären alle so bescheuert wie "Visitor Q", doch "Graveyard of Honor" hat mich eines besseren belehrt.

Man höre und staune, der Film hat tatsächlich eine Story, und eine gar nicht mal schlechte dazu. Miikes Yakuza Drama geht  weniger in die Richtung "Ichi the Killer", sondern ist eher wie "Audition". Allerdings gibt einen ganz entscheidenden Unterschied. Im Gegensatz zu "Audition" wollte mich dieser Film einfach nicht fesseln. Mit seinen über 2 Stunden ist "Graveyard of Honor" viel zu lang. Einige Passagen ziehen sich aufgrund des fehlenden Tempos und der fehlenden Action ganz schön. Manchmal ist weniger zwar mehr, manchmal aber eben auch nicht, so wie bei "Graveyard of Honor".

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