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Der Tellerwäscher Ishimatsu behält bei einer Schiesserei in dem Restaurant, wo er arbeitet, die Nerven und rettet so einem Yakuza-Boss das Leben. Der ihm nun zu Dank Verpflichtete nimmt Ishimatsu in seinen Clan auf. Welch Fehler! Denn der Neuzugang ist nicht eben gerade als umgänglicher Typ Mensch zu charakterisieren. Friedvolle Konfliktbewältigung? Eine Buchstabenhülse. Mit ordentlich Heroin im Kopf und äußerst respektlos, legt er sich in der Folge mit dem gesamten Yakuza Syndikat an und rechnet konsequent mit jedem ab, der es wagt sich ihm in den Weg zu stellen. Ein Weg der ins Verderben führen muss...

Das Miike-Remake der Fukasaku-Verfilmung aus dem Jahre 1975 besticht sowohl durch formalen Realismus (blasse Farben, Handkamera), als auch durch Authentizität in der Erzählweise und der Darstellung der Charaktere. Gebrochen wird dies nur in der Schlußsequenz, als ein Körper plötzlich 30-40 Liter Blut zu enthalten scheint. Ansonsten hält sich Miike mit der Gewalt relativ zurück. Frauenverbände dürften allerdings Amok laufen, bei der Darstellung der Frau, die (devot wäre noch untertrieben) so einiges über sich ergehen läßt.

Nur in den aller seltensten Fällen ("Die Fliege", "Das Ding aus einer anderen Welt" oder "Nacht der lebenden Toten") machen Remakes Sinn und erreichen zumindest annähernd die Qualität des Originals. Miike übertrifft es hier sogar noch.

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