Der Fernsehsender Tele 5 zeigte innerhalb weniger Tage drei Horrorvarianten des altbekannten Märchens Hänsel und Gretel. Alle drei spielen in der heutigen Zeit. Nach Sichtung der Asylum-Variante wirkte der zweite Film nicht mehr ganz so märchenhaft und etwas humoriger auf mich. Eigentlich auch kein Wunder, wenn die Hexe in diesem Fall der Geheimtip im Bereich Drogenverkauf vor Ort ist. Ein Gagfeuerwerk darf man jedoch nicht erwarten. Eigentlich mußte ich sogar nur ein einziges Mal schmunzeln, und zwar als der Hund in den Schlaf gesungen werden sollte und das Mädel fängt an zu rappen. Auch dieser Film kommt über den Charakter eines B-Movies nicht hinaus, wirkt aber irgendwie erfrischender und von der Grundstimmung her spaßiger als die Asylum-Produktion, hat dem entgegen aber einen geringeren Gore-/Splatteranteil, der zum Schluß versucht wird mit Gruselatmosphäre durch Blaufilter wegzumachen. Auch hier gilt als Fazit: kein Reinfall, aber auch sicherlich schnell wieder aus dem Gedächnis verdrängt.