Alberner Käse auf „Hänsel und Gretel“-Basis, wobei es schon eine gewisse Dreistigkeit darstellt, den Grimmschen Horror mit Splatter und einer Kifferkomödie zu verbinden.
Die titelgebenden Geschwister sind hier eher unterschiedlich orientiert, wobei die holde Maid am herben Rauchkraut eher interessiert ist, während ihr Bruder den Facebook-Addict gibt. Und leider gibt es nicht nur die üblichen Hispanodealer in der Gegend, sondern auch eine (jetzt kömmts) aus Nazi-Deutschland einst emigrierte Kannibalenhexe, die jetzt mittels Blutzauberei eine Mörder-Weed-Plantage im stillgelegten Atombunker unter ihrem Haus hochzieht!
Die ganze Neighborhood fährt schon geschlossen auf den „Schwarzwälder Shit“ der alten Dame ab, die von Twin-Peaks-Schnuckel Lara Flynn Boyle mit vielen Lagen Make-Up angenehm verkrustet gegeben wird. Natürlich wird der Star mit jedem Menschenopfer jünger und schöner, aber ich kann auch ohne Spoiler ruhig verraten, dass die Boyle ihre besten Zeiten ohne Schönheitschirurg schon länger hinter sich hat.
Natürlich soll das eher schrill wirken und manches ist wirklich zum Schmunzeln, aber dann übernimmt der Gore die Leitung. Dass die geschäftstüchtige Hexe alle ihre potentiellen Kunden wegsnackt, wirkt jetzt nicht wirklich geschäftstüchtig, aber immerhin wird nun ordentlich gesplattert, einige Untote rennen auch rum und da und dort sind sogar ein paar Parallelen zum Originalmärchen erkennbar (Skittles statt Brotkrumen). Den Schlussgag haben sie allerdings wohl aus einer Wundertüte.
Das Ding stört nicht beim Bügeln, ist erfrischend unärgerlich und reicht genau für eine Bong lang, wird die Welt aber nicht groß bewegen. 5/10