Yuyi ist ein schweigsamer Berufskiller der aufgrund einiger Probleme in seiner Heimat nun im Exil in Taipei (Taiwan) wohnen muß. Dort arbeitet er als "Soldier" für die örtliche Mafia (ein externer Killer der zwar für die Mafia tötet, ihr aber nicht angehört). Dann steht plötzlich eine Verflossene vor der Tür um einen (angeblich seinen) Sohn an ihn zu übergeben, damit er sich auch mal um den Jungen kümmert. Yuyi weiß jedoch gar nicht's mit seinem Sohn anzufangen, und so muß dieser ersteinmal vor der Tür leben und sich aus Müllsäcken ernähren. So leicht gibt der Junge aber nicht auf und langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. Als dann jedoch ein Killer aus Japan mit dem Auftrag Yuyi zu töten in die Stadt kommt, und die örtliche Mafia sich mit ehemaligen Gegnern zusammen tut, die sich an Yuyi rächen wollen, muß Yuyi flüchten. Zusammen mit seinem Sohn und einer unterwegs aufgelesenen Nutte machen sie sich auf die beschwerliche Flucht.
Rainy Dog ist ein eher ungewöhnlicher Miike streifen. Insgesamt ist der Film eher depressiv und baut sich im gegensatz zu dem Actionreichen Fudoh nur sehr langsam auf. Der Titel kommt daher, das Yuyi nie bei regen tötet, es aber ziemlich oft in Taipei regnet (welches ihn dann auch letztendlich in arge schwierigkeiten bringt...). Doch stille Wasser sind tief, und so ist auch dieser Film mit seinen oft ruhigen Bildern wieder ein absoluter Knaller. Es ist wirklich schön anzusehen wie Vater und Sohn sich langsam aber sicher näher kommen (als Yuyi seinen Sohn nach Tagen dann doch mal ins Haus lässt freut dieser sich und lächelt Yuyi an. Yuyi wird daraufdin aber sauer und sagt seinem Sohn er solle nicht schauen wie ein Hund da er keiner sei...). Insgesamt ist der Film definitiv ein Meisterwerk. Ich hoffe er kommt bald mal auf DVD raus, was angeblich ja auch von One World Entertainment geplant war, sich dann aber sicherlich noch hinziehen wird.