Review

Eigentlich könnte ich den Text meiner Rezension zum ersten Teil hier fast wörtlich hineinkopieren. Allerdings muss ich bemerken, dass der zweite Teil noch schlechter als sein Vorgänger ist, da selbst die wenigen positiven Aspekte, die man in diesem noch vorfinden konnte, völlig wegfallen. Das armselige Konstrukt, das für eine Handlung herhalten muss, ist fast das gleiche. Diesmal ist es ein Geisteskranker in einem Shogunkostüm, der eine junge Frau entführt, diese auf Drogen setzt und danach genüsslich wie einen Truthahn tranchiert. Die Effekte setzen diesmal voll und ganz auf Splatter, daher auch der Titel Blutblumen (hui, originell!), Beine werden abgesägt, Arme abgemeißelt, Augen herausgelöffelt und dergleichen noch mehr. Das Problem dieser Effekte, auch wenn sie das professionellste am gesamten Film und durchaus ziemlich ekelhaft sind, ist, dass man ihnen ihre Falschheit ansieht, die authentische Atmosphäre aus dem ersten Teil geht flöten. Ihr Übriges tut die Kameraarbeit. Sie professionell zu nennen wäre zwar eine Beleidigung an jeden ernsthaften Kameramann, aber man kann erkennen, dass sie gekünstelt ist. Es ist überhaupt verwunderlich, dass der Psychopath von einem dritten mitgefilmt wird, der Text im Vorspann, dass es sich dabei um einen Komplizen handeln muss, überzeugt mich nicht ganz. Die in diesem Text bemühte Echtheit wird in keiner Sekunde erreicht, was den Film letztlich vollkommen lächerlich macht, da die verstörende Atmosphäre völlig ausbleibt und der Film dadurch noch mehr als der erste Teil seine Sinn- und Belanglosigkeit preisgibt.
Also, wer seine Freunde mal so richtig ekeln will, packt beim nächsten Familienfilmabend einfach dieses fröhliche Werk aus, auch wenn diese Freunde danach wohl kein Wort mehr mit einem wechseln werden. Zu Recht.

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