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Corky ist ein erfolgloser Zauberer , dem es an Selbstvertrauen mangelt . Erst als er ein Jahr nach seinem verpatzten Debut seine Kartentricks mit der Bauchrednerpuppe Fats , die kein Blatt vor den Mund nimmt , kombiniert , ist ihm endlich Erfolg beschienen . Sein Manager schafft es sogar ihm den Vertrag für eine Fernsehsendung zu sichern , doch um den Vertrag unterschreiben zu dürfen , müsste Corky sich einem gesundheitlichen Check unterziehen . Dagegen wehrt sich Corky jedoch mit Händen und Füßen und flieht stattdessen in seine alte Heimat in den Catskill Mountains und quartiert sich in der Ferienwohnung seiner Jugendliebe Peggy , die in einer lieblosen Ehe gefangen ist , ein . Die beiden verlieben sich ineinander , doch drei Personen stehen dem Glück im Weg : Corkys Manager Ben Greene , Peggys Mann Duke und die Puppe Fats , die um keinen Preis der Welt Corky aufgeben will ... 

Es ist schon merkwürdig , dass dieser Film doch ziemlich in Vergessenheit geraten ist . Schließlich handelt es sich bei " Magic " um einen Film , dessen Niveau an Cast & Crew weit über den normalen Standards des Horror Genres liegt . 
Immerhin führte Richard Attenborough ( Ghandi , Jurassic Park ) Regie , Vorlage und Drehbuch stammen von William Goldman ( Die Braut des Prinzen , Zwei Banditen ) , die Musik von Jerry Goldsmith ( Rambo , Poltergeist und , und , und  ) und außerdem ist er mit Anthony Hopkins ( Bram Stokers Dracula , Roter Drache ) , Burgess Meredith ( Batman - Die Serie , Rocky ) und Ann-Margret ( Tommy ) hervorragend besetzt . 
Es mag wohl daran liegen , dass es interessant ist Corkys und Fats Weg zu verfolgen , doch in der ersten Stunde zu wenig Spannung aufkommt . So gibt es zuerst niemanden , der die Beziehung von Corky und Fats bedroht und damit auf einer Abschussliste der beiden landen könnte , niemand verfolgt Corky wegen einer vorherigen Tat und daran , dass er einen an der Murmel hat , besteht für den Zuseher ohnehin nie ein Zweifel . Erst als mit Peggy ein " Störfaktor " der Beziehung Mann / Puppe auftaucht und dann auch noch Corkys Manager ihn bei einem Gespräch mit dem Holzkameraden erwischt , tauchen echte Probleme auf  , die gelöst werden müssen . Von da an zieht der Film ein wenig an , schafft es aber nicht mehr das Ruder komplett zu einem echten Horror oder Thriller herumzureißen . 
Was den Film allerdings wirklich ansehnlich macht , sind die über alles erhabenen Leistungen der beteiligten Schauspieler - ob Burgess Meredith , Ann-Margaret oder auch Ed Lauter . 
Darüber hinaus strahlt aber Anthony Hopkins als Magier und Bauchrednerpuppe . Seinen Selbstgesprächen als Corky und Fats zuzusehen ist faszinierend und sie nehmen einiges von den Zwiegesprächen Gollums in der " Der Herr der Ringe " Trilogie vorweg . Sein Corky könnte glatt der Bruder von Norman Bates ( Anthony Perkins in " Psycho " ) , der Neffe von Annie Wilkes ( Kathy Bates in " Misery " ) und der Schwager von Jack Torrance ( Jack Nicholson in " Shinning " ) sein und mit ihnen in einer Liste der irrsten Irren der Filmgeschichte auftauchen . Leider erreicht der Rest des Films aber nicht das gleiche Niveau wie jene , aus denen seine " Verwandten " stammen . 

Fazit : Sehr gute schauspielerische Leistungen stehen einem zu blutleeren Drehbuch , das nur selten echte Spannung aufkommen lassen will , gegenüber .  Einen echten Horror a la " Chucky " sollte ohnehin niemand erwarten , sondern eher ein Psycho Drama mit ein paar Toten . Alleine das Zusammenspiel von Corky ( Hopkins ) und Fats ( Hopkins ) hat mich aber gut genug unterhalten und fasziniert und war es wert den Film mal zu sehen . Und Hopkins durfte damit wenigstens schon mal seine Visitenkarte für " Das Schweigen der Lämmer " abgeben ... 

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