Optisch durchaus ansprechender, aber inhaltlich ja so nun gar nichts erzählender Thriller ? ohne richtigen Spannungsaufbau, der zudem seinen Täter ganz offensichtlich bereits in der ersten Sekunde blosslegt, trotzdem ein Geheimnis draus macht und nicht nur dadurch grossteils auf verlorenem Posten steht.
Von der Intention her wollte man wahrscheinlich einen auch intellektuell ansprechenden Mystery – Film, vielleicht sogar eine ganze Reihe um den Gerichtsmediziner Professor Dr. Chao Tzee Cheng [ Kent Cheng ] schaffen, der zusammen mit dem jungen Cop Yeo Guo How [ Thomas Ong ] die Fälle löst, und hierbei auf eine Mordserie stösst, deren Täter die Körper anschliessend zerstückelt und sowohl in Singapur als auch Thailand auffällig geworden ist. Währenddessen bekommt Yeo’s Freundin Diana [ Gigi Lai ] Besuch von ihrem Bruder Raymond [ Patrick Tam ] aus UK, der sich verfolgt fühlt und auch noch an seiner schweren Kindheit – Mutter trinkt und schlägt ihn – leidet, und in einem zusammenhanglosen Nebenplot tötet ein behinderter Mann seine betrügerische Frau.
Das letztere mussten die drei Drehbuchautoren wahrscheinlich einfügen, um auch nur annähernd in die erforderliche Laufzeit eines Langfilmes zu kommen, die 85min Marke wird trotzdem nur schwer hechelnd erreicht, die letzten 10min sind zudem reine Motiv – Nacherzählung, obwohl man nun wirklich kein Psychologiestudium dafür benötigt.
Von den Taten werden 3 gezeigt, der Rest passiert im Off, von den gezeigten wird aber auch nur angedeutet und zumeist weggeblendet, keinerlei Exzesse hier. Das durchaus nicht uninteressante Feld der Gerichtsmedizin wird sehr kurz und schwiegermütterlich behandelt; dafür dass Professor Chao eine reale Person ist und der Film ihm extra gewidmet und gedankt wird, ist der auffällig wenig im Fokus, und dann zumeist nur am Essen und Trinken, Kent Cheng hat nach seiner Rückkehr von TV – Serien also nicht wirklich was zu tun. Das gleiche gilt für Patrick Tam, der immer noch schmählich genutzt wird; zumindest Thomas Ong hat in den drei Verfolgungsjagden zu Fuss seinen Gehaltsscheck erlaufen.
Visuell kann man wie gesagt nicht Meckern, sowohl von der Location Singapur her als auch den sonstigen Umsetzung sieht das alles durchaus schnieke aus, aber es passiert halt nichts und wenn, ist das viel zu offensichtlich.
Falls Autor, Ausführender Produzent, Art Director und Regisseur Laurence Ma Yuk Fai hiermit wirklich den Startschuss für eine Reihe schaffen wollte, ging das wohl daneben, selbst als Widmung ist es ein bisschen zu wenig.