Die Grundidee des Filmes ist richtig cool und auch die Umsetzung ist auf der einen Seite - soweit ich das beurteilen kann - ziemlich realitätsnah, will heissen: schonungslos. Auf der anderen Seite muss man leider sagen, dass der Film insgesamt wenig neues bietet. Es fehlen einfach aussergewöhnlich Szenen, derentwegen man sich wirklich an den Film erinnern würde, bei denen man sagt "Das ist Beyond the Law!" Von daher kann ich nicht behaupten, dass der Film mich umgehauen hat. Möglicherweise liegt das auch einfach an Charlie Sheen. Der hat einfach zu wenig von der Coolness seines Vaters. Sein Milchbubi-Face hat mir ehrlich gesagt nicht ganz in den Film gepasst und er schafft es nicht, den Charakter sehr überzeugend darzustellen, auch wenn dieser viel Potential hätte. Auf der anderen Seite spielt Michael Madsen als Gang-Anführer eine Rolle, die er schon unzählige Male gespielt hat, gefällt aber nichtsdestotrotz.
"Beyond the Law" ist ein durchschnittlicher, stellenweise ziemlich harter Cop-Film, der aber wohl nur Biker-Fans und Möchtegern-Rockern wirklich gefallen wird. Aber auch denen würde ich eher anraten, sich die doppelte Zeit zu nehmen und "Easy Rider" und "Mad Max" zu schauen.
ca. 6 von 10 Punkten