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Officer Dan Saxon (Charlie Sheen) infiltriert undercover als Langzottel Sid die Biker- und Rockerszene. Mitgehangen, mitgefangen, mitgekokst und mitgeschlägert – verliert Saxon allmählich die Kontrolle über seine Rolle und verliebt sich in das Leben als Vogelfreier an der Seite von Rockerboss Blood (Michael Madsen)…

Charlie Sheen als Actionheld war leider nie so die große Nummer. Da taumelte er als trauriges Schlusslicht weit hinter den Van Dammes, Lundgrens, Segals und Norrises. MADE OF STEEL, ein raubeiniger Bikerklopper, bedient zwar sämtliche Klischees – von Lederkutte, Jeansweste, Aufnähern, Fettmatte, Rauschebart bis hin zur Schweißer-Sonnenbrille alles dabei –, hinkt in Punkto Action und Spannung aber schon deutlich seinen Bikerbrüdern und Vorbildern STONE COLD und HARLEY DAVIDSON & THE MARLBORO MAN hinterher.
Michael Madsen (RESERVOIR DOGS, SIN CITY) legt wie gewohnt seine lässige Denkerstirn in Falten, kann als Bikerboss aber nur semi überzeugen. Mit Linda Fiorentino (MEN IN BLACK), hier als Fotojournalistin in der Szene unterwegs, hat Sheen eine busenfreudige Liebesszene. Charlie Sheen an sich liefert schon eine ziemlich coole Figur ab. Er kokst mit den Bikern und düst mit seinem Feuerofen, den er im Wohnzimmer geparkt hat, aus dem Haus. Ansonsten glotzt er auffallend oft mit hohlem Blick und offenem Mund ins Leere. Naja, an die schauspielerischen Qualitäten seines Vaters kam er halt einfach nie ran.
Die Action besteht aus mittelmäßigen Prügeleien, Barschlägerein und Charlie Sheen, der grimmig kuckt. Als authentischen Einblick in die Bikerszene darf der Film nicht gewertet werden. Ebenso wenig als authentischer Einblick in Undercover-Polizeiarbeit. Sheen geht mit seiner geheimen Identität so schludrig und salopp um als wäre es Trinkgeld.

Fazit:
Charlie „Tigerblood“ Sheen in Action – dann lieber doch HIGHWAY HEAT oder NAVY SEALS.

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