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Ja, das sind sie! Unsere Lieblinge aus all unseren liebsten Horrorfilmen! Egal ob es nun der clevere Traum-Killer Freddy Krueger ist, der stumme, angsteinflößende Halloween-Schlitzer Michael Myers oder Jason Vorhees, die unkaputtbare Killermaschine, um nur mal drei Beispiele zu nennen. Nachdem in "Freddy vs. Jason" endlich einmal zwei der beliebten Horror-Ikonen aufeinander trafen, könnte man sich als Horror-Freak durchaus wünschen, dass mal wirklich alle der liebgewonnenen Filmkiller, in einem Movie, aufeinandertreffen. Geht nicht? Geht! Zumindest, wenn man "Boogeymen - The Killer Compilation" als Film bezeichnen würde.

"Boogeymen" deckt sich teilweise unter dem Mantel einer Dokumentation. Doch in Wirklichkeit befindet sich hinter diesem Treffen nicht mehr, als eine nette Zusammenstellung von 17 unterschiedlichen Filmschnipseln, in denen sich ebenso viele Film-Killer einmal die Klinke in die Hand geben. Angefangen bei Pinhead und der berühmt-berüchtigten Zerreisszene aus "Hellraiser", über Freddys Jagdszene mit Tina, der großartigen Schlussszene aus "Texas Chainsaw Massacre", bis hin zum unvergesslichen Abschluss-Showdown mit Michael Myers aus "Halloween"! Die Macher dieser Zusammenstellung haben größtenteils ein Gespür dafür gehabt, welchen Killer man mit welcher Szene hervorheben sollte. Wenn auch nicht immer, worauf ich weiter unten noch zu sprechen komme!

58 Minuten lang wird einem eine Schauder-Szene nach der anderen beschert, die dem geneigten Horror-Freak einen wunderbaren Überblick, über seine Lieblingskiller, zu geben versucht. Zwar gibt es auch den ein oder anderen "uncoolen" Schlitzer dazwischen, z. Bsp. weiss ich nicht, was an Camilla aus "The Guardian" oder Simon aus "The Ugly" so legendär sein soll, und auch Kultfigur Norman Bates passt, meines ehrachtens, nicht so ganz zwischen die anderen Killer, aber im Grunde kann man mit der mörderischen Zusammenstellung durchaus zufrieden sein.

Ob die gezeigten Szenen der jeweiligen Killer allerdings immer die Besten sind, darüber könnte man natürlich herrlich diskutieren. Z. Bsp. hätte ich mir bei Jason lieber eine Szene aus einem seiner älteren Filme gewünscht und nicht diese schwache Anfangsjagd aus "Jason goes to hell". Der "Wishmaster" hätte zudem auch ruhig einen etwas längeren Auftritt, als seine kurze Verwandlungsszene, verdient und Leprechauns "Hüpf-Mord" an einem Verkäufer, ist sicherlich auch nicht sein Bester. Ach ja, und wenn schon Norman Bates in dieser Movie-Killer-Reihe Erwähnung findet, dann wünschte man sich natürlich lieber die legendere Dusch-Szene als Beispiel und nicht die Szene, in der er in seinem Keller überwältigt wird. Über die restliche Auswahl kann man aber weitgehendst sein O.k. geben. (siehe oben)

Schade ist allerdings die Tatsache, dass Boogeymen, außer den genannten Szenen, nicht viel zu bieten hat. Außer das zu jedem Killer 3-4 kurze Informationen eingeblendet werden, hat der reine Film wirklich keinerlei Informationswert. Zwar kann man sich auf der DVD noch einige weitere Informationen, zu den jeweiligen, Szenen einblenden lassen und auch Robert Englunds Audiokommentar ist eine Empfehlung wert, doch unterm Strich bleibt halt trotzdem nicht mehr übrig, als eine reine Zusammenstellung, von meist ganz netten Filmszenen.

Fazit: Netter Filmschnipsel-Salat, mit den wohl begehrtesten Film-Serienkillern aller Zeiten. Auch wenn manche Szenen recht wahllos zusammengeschnitten wirken und auch der Infogehalt mehr als dürftig ist, so können sich vor allem Slasher-Freunde mal eine Stunde lang, von ihren Lieblingskillern berieseln lassen. Nichts mit dokumentarischem Nährwert aber größtenteils ganz gute Unterhaltung.

Wertung: 6/10 Punkte

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