Review

Während sie seinen Laptop mit Viren infizieren, schicken 2 Jugendliche einen kleinen Physik-Nerd ins Netz um das legendäre Movie 43 zu finden. Er entdeckt Filme über eine Frau (Kate Winslet), deren Blind Date (Hugh
Jackman) sein Säckchen am Hals trägt, über einen Konzernchef (Richard Gere), der das iBabe auf den Markt wirft…

Seit seiner Filmpremiere mit dem unterirdischen “Dumm und Dümmer“ (1994) hat der us-amerikanische Autor und Regisseur Peter John Farrelly
ein Abo auf tumbe Komödien, wie „Verrückt nach Mary“ (1998) oder „Schwer
verliebt“ (2001). Unter seiner Federführung entsteht innerhalb von 4 Jahren
inszeniert von insgesamt 12 Regisseuren und mit einer Riege von Stars ein
Kurzfilm-Medley im Stil von „Kentucky Fried Movie“ (1977) und „Amazonen auf dem Mond“ (1987). Allerdings wird der Klamauk der legendären Vorbilder oft durch Fäkalhumor ersetzt. Mit die beste Episode gibt’s gleich zu Anfang, wenn ausgerechnet der „sexiest man alive“ Hugh Jackman („Wolverine“ 2009/13) befremdlich entstellt ist, auch die zweite Kurzstory um ein Paar, das seinen Sohn zu Hause unterrichtet und dabei auch schwere Demütigungen durch Highschool-Mitschüler simuliert ist nicht ohne! Dann aber obsiegt die Geschmacklosigkeit, wenn eine junge Frau ihren Freund bittet sie als Liebesbeweis anzuka… (ja, genau!), während der Verbalsex an der Supermarktkasse (mit Kieran Culkin, „Igby“ 2002) wenig komisch ist. Wie
auch ein Speeddating mit Superhelden. Die Geschichte einer „ersten Periode“ fällt dann wieder in die Kategorie Geschmacklos, die Kurzstory vom neuen MP3-Player ist sexistisch, aber immerhin etwas konsumkritisch, wie auch die eingestreuten Werbespots. Ganz lustig immerhin die 8. Episode um einen entführten Kobold (Gerard Butler, „300“ 2007) und seinen schießwütigen Bruder im Goldtopf, sowie die 9., wenn Halle Berry („Cloud Atlas“ 2012) und Stephen Merchant („Lügen machen erfinderisch“ 2009) ein ausuferndes „Wahrheit oder Pflicht“ spielen. Der Basketball-Sketch ist nicht dumm, aber lahm, während die Abschluss-Episode mit dem eifersüchtigen Zeichentrick-Kater im Feldzug gegen Herrchens Freundin endlich einen Funken subversiven Charme besitzt. Insgesamt ist das aber zu wenig. Die
genannten Vorbilder werden nie erreicht, trotz der populären Darsteller ist ein
späterer Kultstatus von „Movie 43“ auszuschließen. (5/10)

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