kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 31.12.2013
Der größte Gag des Films ist seine Besetzung: Wie kann es gelungen sein, dass ein derartiges Ensemble sich für einen Film verpflichtet hat, dessen Drehbuchlektüre doch dringend vom Mitwirken abgeraten haben muss? Das Argument „Ich bin jung und brauche das Geld“ gilt für die meisten Darsteller jedenfalls längst nicht mehr. Vielleicht ist die Scary-, Date- und Fantastic-Movie-Mafia schuld?
Obwohl das Humor-Niveau jedenfalls nur bedingt über die Klone der Klone von „Scary Movie“ hinauskommt, gibt es von den Schauspielern eine ironische Breitseite der härtesten Sorte zu bestaunen, die diesen Episodenfilm bizarr und fast surreal anmuten lässt: Ob Hugh Jackman seine Halshoden kratzt oder Halle Berry Guacamole mit ihren Brüsten macht, oft kann man nicht so ganz glauben, wer sich da auf welche Art für einen platten Gag erniedrigt. Ob man da noch anerkennend mit dem Kopf nicken kann, weil die Schauspieler jeden Scheiß mitmachen und so Sympathien erzeugen, ist so die Frage; immerhin ist „Movie 43“ damit aber ein Stück weit diskussionswürdiger als die eigentlich Gleichgesinnten aus den Niederungen der US-Comedy.
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