In dem kleinen Dorf Schettel verschwinden auf mysteriöse Weise Kinder, die Bewohner ziehen zum Schloss des Grafen Mitterhouse, den sie als Ursache dafür ansehen. Als sie den Vampir töten, verflucht der das ganze Dorf. 15 Jahre später sucht eine unbekannte Krankheit das Dorf heim und die umliegenden Gemeinden schotten aus Angst vor Ansteckungen die Zufahrtswege ab. Als ein Wanderzirkus des Weges kommt, freuen sich die Bürger Schettels zunächst über den Zeitvertreib in ihrer isolierten Situation, doch die Zirkusleute sind ebenfalls Vampire, welche den Fluch des Grafen erfüllen und alle damals Beteiligten umbringen sollen. Diese Hammerproduktion bietet eine interessante Geschichte mit vielen Facetten, besonders die freakigen Zirkusshows in Verbindung mit den Blutsaugern überzeugt. Alles ist in schön ausgestatteten Sets gefilmt, Freunde von Kostümfilmen haben ihre Freude hieran. Bei den Beißereien sowie einigen handfesten Auseinandersetzungen überraschen die blutigen Effekte, die zwar für heutige Verhältnisse eher harmlos wirken, aber inklusive Erschießungen, Pfählen und sogar Köpfen allerlei bereithalten. Fehlen darf dann auch die Schloßkatakomben mit Skeletten und Fledermäusen nicht, letztere wurden wie auch sonst viele Effekte hineinkopiert, was dem Film seinen typischen Charme verleiht. Die Schauspieler sind solide, teils sogar gut, lediglich der Obervampir, Graf Mitterhouse, weiß mit seinem etwas lächerlichen Posen nicht wirklich zu gefallen. Dafür wurde auf die "übliche Riege" mit Peter Cushing oder Christopher Lee verzichtet. Auffallend ist die gothiclastige Darstellung, die sich mit hippiesker Ästhetik mischt, gerade die Verquickung von Blut und Sex erinnert in der Art an die freizügigen Frühsiebziger. Die Zirkusleute mit ihren Vorstellungen, inklusive der Zirkusmusik, schaffen nicht nur surreale Momente, sondern wurden teilweise von echten Artisten gespielt.
Fazit: Hammergrusel mit ausgefallener Story, einigem an Blut und Freaks, die unter anderem für Atmosphäre sorgen. 6/10 Punkten