Willow wäre gerne ein großer Zauberer, doch seine Pläne scheinen nicht von Erfolg gekrönt. Der Nelwyn, der sich als Bauer in einem beschaulichen Dorf seines Volke s verdingt, wird jedoch unversehens in ein großes Abenteuer gezogen, nachdem er ein Baby am Flussufer findet. Nach diesem sucht die böse Königin Bavmorda, denn die kleine Elora könnte das Ende ihrer Herrschaft bedeuten.
Kleine und große Menschen, Zauberer, Fabelwesen, Magie, Helden und Schurken. Der von George Lucas geschriebene und von Ron Howard inszenierte Streifen bedient sich aus dem Fantasywarenladen und mischt ein buntes Abenteuer rund um den titelgebenden und von Warwick Davis verkörperten Nachwuchszauberer zusammen. Hinzu gesellen sich noch Val Kilmer als ambivalenter Weggefährte Madmartigan und Joanne Whalley als Bavmordas Tochter Sorsha.
Quasi als Roadmovie durch eine abwechslungsreiche Welt angelegt, ist man ständig auf der Flucht vor den Häschern der schurkischen Regentin, die als Charakter ziemlich blass bleibt. Pflichtschuldig darf sie über weite Strecken nur wiederholen, dass die kleine Elora gefunden werden muss, damit das Publikum das auch ja nicht vergisst. Überhaupt wird die antagonistische Figurenschar nicht sonderlich ausgeleuchtet, was aber auch nicht übermäßig schlimm ist.
Dafür konzentriert sich „Willow“ umso mehr auf seine mitunter wechselnd besetzte Heldentruppe(n), welche die Lande durchstreift. Die Figuren sind im Gros sympathisch, die beiden Brownies nerven auch mal etwas, dafür ist das Abenteuer schön ausgestattet und bebildert. Die ein oder andere Straffung hätte der Film allerdings durchaus vertragen. Der Aufbau bis zum eigentlichen Beginn der Reise nach dem Treffen mit Madmartigan dauert doch etwas und gerade gegen Ende zieht sich die Chose dann doch mehr als nur etwas. Auch ist Howard kein wirklich spannender Actionregisseur, was die Kloppereien nicht übermäßig aufregend macht. Immerhin gibt es ein paar, da schreit der Wilhelm nicht nur einmal.
Das sind dann aber auch schon die größten Kritikpunkte, wobei sie sich auf die gesamte Lauflänge besehen nicht wegdiskutieren lassen. Denn selbst an den Effekten, die zwar ihr Alter nicht verhehlen können, aber überwiegend charmant wirken, könnte ich jetzt gar nicht mal übermäßig viel aussetzen.
„Willow“ ist ein zu lang geratenes, aber auch nett getrickstes und schön ausgestattetes Fantasyabenteuer.