Die Leroux Universität ist eine der renommiertesten Schulen an der Ostküste und ihre sagenumwobenen Studentenverbindungen sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Während der jährlichen Halloween-Party sucht die attraktive Schwesternschaft neue Studentinnen. Die Kandidaten sind die selbstbeobachtende Daria, die morbide Sarah und mausgraue Eva. Ihre erste Aufgabe ist es der örtlichen Bruderschaft das Maskottchen - "Den Geist von Leroux" - zu stehlen. Den Mädchen gelingt die Aufgabe und sie bringen den Geist zurück zur Party. Auf einmal passieren seltsame Dinge. Zunächst merkt niemand, dass es Geister sind, die von nun an im Haus ihr Unwesen treiben.
Hab ich eigentlich irgendwas verpaßt? Nach einigen Asylum Beiträgen scheint nun auch bei den qualitativen Brüdern im Geiste vom SyFy Channel das Spukhausfieber ausgebrochen zu sein, nur das es diesmal in einem Verbindungshaus einer Universität stattfindet. Dazu die völlig neue, noch niemals nicht dagewesene und innovativ hoch drei Geschichte von einer Schwesternschaft die gerade die Aufnahmeriten für vier neue Anwärterinnen, selbstverständlich an Halloween, durchziehen, was so ziemlich exakt der Handlung von Dead Scared entspricht, den ich zufällig vor zwei Wochen gesehen hab. Drehbuchautor bei einem US-Fernsehsender scheint ein leichter Job zu sein, copy und pasten kann ich auch.
Leider haben wir es doch mal wieder mit einem eher dümmlichen Vertreter der Spukbranche zu tun, der fürs Fernsehformat konzipiert wurde. Ich habe mich allerdings gewundert, was in so einer sparsamen TV-Produktion eine nun wirklich renommierte Darstellerin wie Morgan Fairchild zu suchen hat. Allerdings erklärt sich das bei den anderen Darstellern, bei denen man die ausgegebene Kohle wohl wieder reinholen konnte.
Leider macht es der Film dem Zuschauer zum Einstieg nicht leicht. overactende Akteure, dümmliche Dialoge und eine Story die man so oder ähnlich schon zigfach präsentiert bekommen hat strapazieren doch arg die Geduld des Zuschauers. Das haben wohl auch die Macher erkannt und lassen die vier Nachwuchsschwesternschaftler lange Zeit im Bikini rumrennen, was aber auch nur begrenzt hilft. Hier stromert also mal wieder ein Geist durch die Räumlichkeiten, der vor Jahrzehnten im Mädchenalter hier seine Eltern umgebracht hat (ui, ui, ui gleich gegen das vierte und fünfte Gebot verstoßen, das geht bekanntlich nicht gut) und jetzt die Lebenden just for Fun auf seine Seite ziehen möchte, da es sonst langweilig wird, denn die Geister können das bespukte Grundstück nicht verlassen.
Nach dem müden Aufgalopp wird’s aber immerhin ein wenig unterhaltsam, die Geister dürfen endlich killtechnisch aktiv werden und es kommt sogar Stimmung auf als drei der Anwärterinnen im dunklen Haus gefangen sind und weitere unerklärliche Morde geschehen. Originell wird’s zwar nie, aber wenn blutige Hände aus einem Gemälde eine der Anwärterinnen packen kommt immerhin etwas Stimmung auf. Dennoch braucht den Streifen eigentlich niemand. Höhepunkte oder frische Ideen gibt es keine und Geisterfilmchen gibt es auch so genügend.
3/10