Im absolut typischen THE ASYLUM Vorspann fliegen wir zunächst über dschungelartige schöne Landschaften mit atemberaubender Natur und trash-bewanderte Filmkenner wissen, dass dies die schönsten und hochwertigsten Bilder des kommenden Films bleiben werden. Die Geschichte von LORD OF THE ELVES dreht sich um den Stamm von kleinwüchsigen Menschen ("Halblingen"), die von den bösen Javas und ihren Drachen beseitigt werden sollen. Diese wissen sich aber mit Hilfe von starken Mitstreitern gut zu wehren. Kleinere Kämpfe gegen die Bestien und andere Kreaturen stehen also meist im Mittelpunkt ihrer Reise.
Mit dabei ist immerhin die bekannte, bezaubernde und smarte Bai Ling (unter anderem A BEAUTIFUL LIFE, CIRCLE OF PAIN, CRANK 2), die eine in jeder Hinsicht gute Figur in ihrer Hauptrolle macht. Goreseitig gibt es auch mal größere Wunden zu bestaunen, die gut und handgemacht sind, aber natürlich auch nichts over-the-top mäßiges. Mit den Drehorten, Kostümen und Masken hat man sich für das sicherlich überschaubare und mir nicht bekannte Budget auch überraschend viel Mühe gemacht. Unnötig zu erwähnen ist die bescheuerte deutsche Synchronisierung die auch mal kleinen Kindern recht bassige Stimmen verleiht.
Dafür entschädigen aber ganz charmante Monsterflugsaurier, die natürlich gleich mit handgroßen Steinen von den Halblingen angegriffen werden. Oder auch Riesenspinnen, die gar eklige Spucke besitzen und die Frisur unserer Heldin durcheinander bringen. Der Actionfaktor und das Tempo sind recht hoch für dieses Filmchen und LORD OF THE ELVES überzeugt durch stets tolle Landschaften, große angsteinflößende Höhlen und einen passenden epischen Soundtrack. Alles dies natürlich immer auf dem erwarteten C-Niveau, aber soooo grottenschlecht wie hier oft behauptet, ist LORD OF THE ELVES mit der richtigen Vorinformation nicht.
4/10 Punkten