Angel City, Amerika, im 23. Jahrhundert. Jack Deth (Tim Thomerson) ist ein hard-boiled Cop, der die letzten Jahre damit verbracht hat, die Opfer des mit psychischen Kräften ausgestatteten Schurken Whistler (Michael Stefani) zu verfolgen und auszuschalten. Whistler ist nämlich dank seiner immensen Gedankenkraft in der Lage, in den Geist schwacher Menschen einzudringen und ihre Körper zu übernehmen. Hat er sich einmal in ihnen eingenistet, sind diese "Trancers" rettungslos verloren und finden nur mehr durch den Tod Erlösung. Wie sich herausstellt, ist Whistler noch immer am Leben. Er hat seinen Geist ins Jahr 1985 zurücktransferiert, und zwar ausgerechnet in den Körper von Detective Weisling, eines Polizisten. Jack Deth reist ihm hinterher und "borgt" sich den Körper seines Vorfahren Phil aus. Mit dessen heißer Bekanntschaft Lena (Helen Hunt) macht er sich daran, Whistler aufzuspüren und zu erledigen, bevor der seinen perfiden Plan, die Vorfahren des Stadtrates von Angel City zu töten, in die Tat umsetzen kann.
Gut geklaut ist halb gewonnen, dachte sich Mitte der 1980er-Jahre wohl der umtriebige Produzent/Regisseur Charles Band (Empire Pictures, Full Moon Pictures) und kurbelte mit dem von Danny Bilson und Paul De Meo geskripteten Trancers einen sehr ansehnlichen Terminator-Verschnitt mit Zombiebonus, Back to the Future-Elementen, Film Noir-Feeling und ein klein wenig Blade Runner-Flair runter. Der Grundplot vom gewissenlosen Killer, der durch die Zeit reist, um die Vorfahren der derzeitigen Machthaber auszuschalten und deren Existenz somit auszulöschen, sollte für allgemeines Déjà-vu sorgen. Band und seine Autoren frischen die Story immerhin mit einigen netten Ideen auf, die zwar auch keinen Blumentopf für Originalität gewinnen, dem Geschehen aber doch etwas Eigenständigkeit verpassen.
So erfolgt die Zeitreise nicht körperlich, sondern "nur" geistig. Die Trancers können vom einen auf den anderen Moment auf Zombiemodus umschalten, grimmig gucken und den verhaßten Gegner attackieren, gerne auch mit den Zähnen. In einer gelungenen Sequenz entpuppt sich ein Kaufhausweihnachtsmann als Trancer, sehr zum Entsetzen der anwesenden Kinder und seiner Kollegen. Der zynisch veranlagte Jack Deth ist mit einer High-Tech-Uhr ausgestattet, mit der er die Zeit extrem verlangsamen kann. Wenn man zum Beispiel im Kugelhagel steht, ist diese Spielerei ganz brauchbar. Ein Kollege von Jack reist ihm hinterher und benutzt für seine Zwecke den Körper eines kleinen Mädchens. Und als Jack Lena gerade vernaschen will, holen ihn die Chefs kurzzeitig zurück und er verpaßt den ganzen heißen Sex mit dem scharfen Punk-Girl.
Band inszeniert die ganze Chose zwar recht ernst, vergißt aber nicht auf zahlreiche humorige Momente, die das Geschehen deutlich auflockern. Die beiden Stars Tim Thomerson (Near Dark) und Helen Hunt liefern eine sehr lässige und sympathische Performance ab, wobei anzumerken ist, daß die Oscar-Preisträgerin (As Good as It Gets) im Alter von ca. einundzwanzig Jahren schon eine verdammt süße Schnecke war. Das Tempo des recht kurzen Filmes (gut siebzig Minuten ohne Abspann) ist hoch, die Action ist passabel inszeniert, die Trancers kommen ziemlich bedrohlich rüber, und für ein klein wenig Romantik ist auch noch Zeit. Trancers bietet kurzweilige Unterhaltung auf solidem B-Movie-Niveau und sorgt vor allem dank der coolen Hauptdarsteller für ordentlich Laune. Sechs Jahre später folgte mit Trancers II das erste von bis dato fünf(einhalb) Sequels.