„Trancers“ erweist sich als ganz charmantes Sci-Fi-B-Movie mit dem späteren Albert Pyun Spezi Tim Thomerson.
Jack Deth (Tim Thomerson) ist in Zukunft ein Cop, der vor allem Trancers jagt. Der Film erklärt zwar nicht genau, was das für Viecher sind, aber sie befallen menschliche Körper. Einen solchen im Körper einer Wirtin spürt Jack auch in der Anfangsszene auf und schickt ihn in die ewigen Jagdgründe. Das ist ganz nett gemacht worden, wenn auch wenig spektakulär, aber für das Alter und das Budget des Films sind der kurze Kampf und die Maske als sich die Wirtin als Trancer herausstellt ganz nett geraten.
Jack hasst die Trancers, weil ihr Anführer damals seine Frau ermordete und jagt sie im Polizeidienst. Als man ihm deswegen querkommt, kündigt er kurzerhand, doch bald wird er vor den obersten Rat zitiert: Martin Whistler, der Chef und Schaffer der Trancers, ist in das Jahr 1985 geflüchtet, wo er die Vorfahren seiner ärgsten Gegner in der Zukunft auslöscht. Damit zeigt sich „Trancers“ zwar von „Terminator“ inspiriert, enthält aber auch ein paar Elemente, die sich später z.B. in „Timecop“ wiederfinden.
Jack schlüpft im Jahre 1985 in den Körper seines Vorfahren Phil und macht sich mit der jungen Leena (Helen Hunt) auf die Suche nach Whistler, der jedoch in den Körper des Polizisten Weisling (Michael Stefani) geschlüpft ist. Doch auch in der Vergangenheit hat Whistler ein paar Leute zu Trancern umfunktioniert und es beginnt ein gnadenloses Duell zwischen ihm und Jack...
Sicherlich ist „Trancers“ kein richtungsweisender Film, aber wer etwas für den phantastischen Film übrig hat, darf ruhig mal einen Blick riskieren. Die Maskeneffekte der Trancers sind jedenfalls ganz nett anzusehen, während die anderen Effekte (z.B. das Auflösen der getöteten Trancer) nur Standard für das Jahr 1985 sind, aber auch nicht wirklich schlecht. Die Hintergrundstory könnte aber besser ausgearbeitet sein, denn man erfährt quasi nichts über die Trancer. Lediglich, dass sie böse Kreaturen sind, welche die Herrschaft wollen und dass sie von Whistler geschaffen wurden (über den man genauso wenig erfährt).
Die Story bietet eine sehr kurze, aber immerhin recht kurzweilige Hatz, die leider nur ein durchschnittliches Maß an Spannung aufkommen lässt. So versprüht der Film nur in wenigen Szenen wirklichen Nervenkitzel; vieles ist leider nur Genreroutine, die sich auch mit dem frühen Entstehungsdatum nur bedingt entschuldigen lässt. Längen gibt es aber zum Glück nur wenige und die Musik ist für ein B-Movie ziemlich gut geraten (vor allem die „Jingle Bells“-Version in dem Punkclub). Auch die Atmosphäre versprüht einen gewissen B-Charme.
Action gibt es nicht im Übermaß, aber ganz ordentlicher Menge. Die Actionszenen sind leider nicht so spektakulär, aber auch hier muss man an Entstehungsjahr und Budget denken. Es gibt ein paar Schießereien und Prügeleien, die ganz nett anzusehen sind, sowie ein paar ordentliche Stunts. Mit der Zeitanhalte-Uhr kommt sogar eine Szene zustande, die Elemente aus „Matrix“ und „Sniper – Der Scharfschütze“ vorwegnimmt (vor allem was das Flugbahn eines Projektil aufzeigen angeht).
Tim Thomerson gibt sich hier mal wieder als routinierter B-Akteur und hat schon schlechteres fabriziert, aber mehr auch nicht. Helen Hunt legt eine recht gute Performance aufs Parkett und die restlichen Darsteller machen ihre Sache durch die Bank weg ganz ordentlich.
Etwas unspektakuläres Sci-Fi-Filmchen mit einer nicht immer gelungenen Handlung, aber einem schicken B-Charme und ganz netten, wenn auch nicht allzu aufsehenerregenden Actionszenen.