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In der Zukunft: Der hartärschige Cop Jack Deth ist hinter dem Super-Verbrecher Whistler her, der irgendwie in der Lage ist, geistig schwache Menschen und andere schlichte Gemüter in so genannte "Trancers" zu verwandeln... mörderische Kreaturen, die seinem Willen unterliegen. Da Deths Frau diesen "Trancers" ebenfalls zum Opfer gefallen ist, kann man sich ja vorstellen, dass der Bulle einen ziemlichen Hass schiebt und mit einigem Elan bei der Sache ist... und so muss er sich auch nicht lange bitten lassen, um einen neuen, brandgefährlichen Auftrag zu übernehmen: Whistler ist nämlich in der Zeit zurückgereist, um die Vorfahren des obersten Konzils auszuschalten und auf diese Art die Zukunft zu verändern. Jack Deth lässt sich darauf hin in den Körper eines seiner eigenen Vorfahren transferieren, um im L.A. des Jahres 1985 dafür zu sorgen, dass mit der Zeitlinie kein Schindluder getrieben wird. Im Kampf gegen Whistler und seine "Trancers" steht ihm die junge Leena zur Seite, die mehr unfreiwillig in die ganze Angelegenheit verwickelt wird... Angesichts der satten Abkupferei, die Charles Band bei seinem "Trancers" betreibt, kann einem glatt die Hutschnur platzen: Der Beginn der Geschichte huldigt da noch in billigster B-Movie-Manier der Zukunfts-Vision von Ridley Scotts "Blade Runner", anschließend geht es dann per Zeitreise ganz "Terminator"-like in die Vergangenheit, um im L.A. der Gegenwart kräftig die Produktions-Dollars zu sparen und über all dem schwebt aufgrund der Zombie-haften Titel-Kreaturen dann auch noch ein ganz sachter Grusel-Touch, der die Chose allerdings auch nicht aufwertet. Nö, im Gegenteil, eigentlich hat Band es nur gepackt, die angestrebte Genre-Melange mal ganz kräftig zu versalzen, denn Sinn und Logik glänzen da innerhalb der Handlung ebenso durch Abwesenheit wie etwaige Schauwerte, wobei das Runterfahren einiger Treppen mit einem Motor-Roller während einer Verfolgungsjagd hier doch tatsächlich den großen Action-Höhepunkt des Streifens markiert. Eine allgemeine Lustlosigleit kennzeichent dann auch den Showdown zwischen Jack Deth und Whistler, der nach nicht einmal 70 Minuten einsetzt und kaum in der Lage ist, den Film zur vollen Zufriedenheit des Publikums abzuschließen, denn dazu bleiben doch echt zu viele Fragen offen. Da fragt man sich angesichts des beschämenden Endergebnisses doch glatt, wie man es geschafft hat, hieraus eine komplette Franchise zu basteln... die dann von Fortsetzung zu Fortsetzung doch tatsächlich schlechter geworden ist, weswegen man die komplette "Trancers"-Reihe eigentlich unisono durchs Klo spülen kann. Da lobt man sich doch die ersten paar "Puppetmaster"-Streifen, die da trotz Low-Budget-Machart zumindest noch soliden Killerpuppen-Horror auf B-Movie-Level geboten haben und bei denen die steten Sequels dann auch ein wenig nachvollziehbarer waren. So wirklich erwähnenswert ist hier dann auch nur der frühe Auftritt der späteren Oscar-Preisträgerin Helen Hunt, die nach ihrer Zeit als Kinder-Darstellerin in verschiedenen TV-Serien-Episoden beim Wechsel ins Film-Fach auch nicht besonders wählerisch gewesen ist, was ihre Rollen anbelangt... nun ja. Was das Zeitreise-Sujet anbelangt ist "Trancers" ergo so ziemlich das Letzte vom Letzten und darf dem artverwandten 80er Jahre-Flop "Millennium - Die 4. Dimension" die Hand schütteln, der als reinster Sci-Fi-Trash ebenso baden gegangen ist.

2/10

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