Review
von Leimbacher-Mario
Der Nutzen von Wasserrutschen
Ein unsicherer Teenager fährt mit seiner Patchwork-Familie in ein Sonmerferienhaus und lernt in den Wochen dort in einem nahegelegenen Wasserpark ein paar wichtige Lektionen fürs Leben, für die Tanzflächen, für die Beziehung zu seiner Mutter, sein Selbstbewusstsein und allgemein das „Mannsein“...
Auch wenn das Titel-/Wortspiel fast schon zu einfach ist, aber dieses sonnige Teenager-/Familiendrama ist eher ganz weit vorne statt hinten dabei. Allein die Besetzung ist Gold und liefert auch ab, vor allem Rockwell stiehlt gnadenlos die Show. Aber auch Carells ungewöhnlich arschige Rolle hinterlässt Eindruck. Da bleibt der junge Protagonist natürlich etwas blass gegen - was aber auch seiner Rolle entspricht und nicht allzu übel aufstößt. Ich konnte mich als Jugendlicher jedenfalls damals gut in ihn hineinversetzen. Oder hätte es gekonnt. Das sommerliche Gefühl wird transportiert, der Film badet angenehm im Understatement, in kleinen Gesten und Momenten steckt sehr viel, es wird nie zu dick aufgetragen. Es gibt dennoch mächtig Lacher, Herzschmerz, Reifung. An allen Fronten, in allen Altersklassen. Fast eher der Stoff für eine gute Graphic Novelle. Aber einen solchen ruhig-herausragenden Film nehme ich natürlich auch gerne. Wo Männer zu Rutschlegenden werden.
Fazit: Indiedarling. Festivalgeheimtipp. Coming-of-Age-Hit. Teenagedrama. Sommerabenteuer. Ich sehe kaum einen Weg „The Way Way Back“ nicht zu mögen.