... des Stalinismus. Dies bekommen auch die Schüler der Klasse 9b in einer kleinen Provinzstadt alltäglich zu spüren. Die Schule ist übersäht mit Stalinporträts, die strengen Lehrer fordern Disziplin und Treue zur kommunistischen Partei und auch die Eltern geben sich als linientreue Sowjetbürger. Als der angesehne Flugzeugkonstrukteur und Vater der Schülerin Vika (Yuliya Tarkhova) verhaftet wird, weil sie ein Gedicht des verbotenen Dichters Jessenin vorgelesen hat, bekommt sie die Härte des Systems zu spüren und nimmt sich das Leben. Erschüttert und entsetzt über den Selbstmord ihrer Mitschülerin keimt unter den Schülern Unmut über das stalinistische System auf. Die Schülerin Iskra (Irina Chernichenko) hält auf der Beerdigung Vikas eine Abschiedsrede und auch der neue Direktor der Schule (Sergei Nikonenko) stimmt äußerst nachdenkliche Töne an und wird daraufhin aus der Partei ausgeschlossen. Die Systemkritik wird jedoch schon bald im Keim erstickt, denn schon kurz darauf, im Jahre 1941, bricht mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht der Krieg über die Sowjetunion herein und fordert auch unter den Schülern zahlreiche Opfer…